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AW: WTT Feeder Havirov (05. - 09.04.2025)
Ja, es ist in der Tat sehr schade, dass man in Japan mit Haruna Ojio den gleichen Fehler zu machen scheint, den man auch mit Honoka Hashimoto gemacht hat, weil man sie international so gut wie nicht einsetzt und quasi versteckt und ihr dabei quasi die wichtigsten Jahre auf internationaler Ebene nimmt.
Denn genau das hat man leider mit Honoka Hashimoto gemacht.
Rekapitulieren wir noch einmal :
Honoka Hashimoto wird in wenigen Wochen 27 Jahre alt. Die Japaner haben sie zwischen Anfang 2020 und Sommer 2024 bei einem EINZIGEN (!!!!) Turnier international eingesetzt.......1 Turnier in 4 Jahren........und das war damals 2022 beim Feeder in Budapest.
Über die defensive Ausnahmestellung von Honoka gab es nie einen Zweifel. In Budapest bezwang sie damals mit Zhang Rui und Kuai Man auch 2 starke Chinesinnen ohne Satzverlust und wurde erst im Finale von der Cleverness und Erfahrung von He ZhuoJia gestoppt, die sie nach einer taktischen und spielerischen Glanzleistung in ein Zeitspiel gezwungen hatte.
Bereits damals sprach ich meine Verwunderung gegenüber japanischen Offiziellen aus, warum man sie nach der Pandemiepause nicht viel früher wieder eingesetzt hat. Aber danach wurde sie erneut 2 Jahre nicht international eingesetzt, ohne dass sie nennenswert verletzt war. Erst vor etwa einem Jahr, 2024, liess man sie wieder international spielen.
Aber das war viel zu spät, denn damit hatte man die vielleicht wichtigste Zeit, die solch eine Sportlerin hat, nämlich die Zeit zwischen ihrem Lebensalter von 22 bis 26 Jahren, einfach verschenkt und sie ihr quasi genommen. Honoka spielte in dieser Zeit praktisch nur Turniere in Japan, spielte in der japanischen Liga und nahm an japanischen Ranglistenturnieren teil. Ihr Potential, dass sie gerade als Defensivspielerin gerade international hat, was man nun auch in Taiyuan wieder wunderbar sehen konnte, wurde einfach jahrelang verschenkt. Nun ist sie mit 27 Jahren in einem Alter, wo sie dieses Niveau, was die absolute Weltspitze betrifft, vielleicht nur noch 2 oder 3 Jahre lang spielen kann, zumindest im Vergleich mit Top-Chinesinnen.
Honoka's Abwehrspiel ist für Angreiferinnen extrem schwer zu spielen und der Aufwand, den man machen muss, um dagegenzuhalten, zermürbt die meisten offensiven Spielsysteme.
In einer ähnlichen Kategorie, was das Spielsystem von Honoka betrifft, sehe ich auch Haruna Ojio, wenn auch noch nicht ganz so ausgereift. Ihrem unkonventionellen Abwehrspiel zu begegnen, erfordert ebenfalls einen ungeheuren Aufwand.
Ich hoffe, dass man in Japan mit ihr nicht den gleichen Fehler macht wie mit Honoka. Japan hat soviel Potential gerade im Defensivspiel. Es ist schade, dass man dort dieses Potential vielleicht nicht hoch genug bewertet.
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