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AW: FC Bayern München - Bayern-Fans unter sich
Sagen wir es mal anders:
Bayern ist aktuell etwa auf dem Stand von 2004-07, damals hatte man ähnliche Problene, Magath hat das mal ganz gut beschrieben.
Seit nunmehr 8 Jahren verliert man, das Coronaturnier ausgenommen, ohne massive Taktikänderung (JN gegen PSG oder TT gegen Arsenal) mit einer Wahrscheinlichkeit von 70-80% gegen die wirklich guten Trams in der Crunchtime der CL.
Wie Mitte der Nullerjahre zuviel "Politik", zuviel Sonderwünsche der etablierten Spieler, interne Zwänge der Trainer eben nicht nach Leistung aufzustellen.
@Matousek:
Der FCB muss sich fragen, WO der Weg in der Zukunft hinführen soll. Dauermeister in einer schwachen Liga oder ernsthafter Anwärter auf die CL.
Nur sollte man bedenken, dass das Geschäftsmodell an der europäischen Spitze sich zunehmend internationalisiert, der Heimatmarkt, das gilt auch für die OL und La Liga, ist an der Grenze angelangt.
Die Junge Generation, das merke ich auch in Gesprächen mit den Kindern/Jugendlichen im Bekanntenkreis, ist nicht mehr so an einen Verein gebunden. Die Entwicklung zum "Spielerfan" schreitet voran. Auch Sponsoren schauen mehr und mehr international, gerade bei den Platin-/Goldpartnern haben wir massiv zu kämpfen, sehr viel verdecken (noch) die drei Anteilseigner, die mittlerweile einen Großteil des Sponsorings ausmachen. Auf dem Ärmel ist ja auch die Allianz eingesprungen.
Es wird in Zukunft essentiell sein, das haben Brazzo und Kahn erkannt, sich hauptsächlich international zu fokussieren, möglichst lange auf der großen Bühne mitzuspielen, im Rampenlicht zu stehen.
Zumal die Zeit der "Schnäppchen" vorbei ist. Die internationale Konkurrenz scoutet mittlerweile perfekt, ablösefreie Spieler wissen auf den Cent, was sie wert sind.
Ab 2007 haben wir damals über mehrere Jahre bei einem Umsatz von 200-300 Mio etliche Transfers im.Rahmen von 25-40 Mio gemacht. Ribery, Robben, Neuer, Gomez, Martinez usw.
Auf den heutigen Umsatz gerechnet wären das Heute alles 80-120 Mio Transfers. Die Diskussion über die Gehälter ist ähnlich verlogen. Damals sprach man bei Lahm, Ribery, Neuer usw. bei den Verlängerungen von 10-15 Mio, bei Kroos ging es 2014 um ähnliche Größen. Das sind halt heutzutage dann die kolportierten 25-30 Mio für die absolute Spitze.
MMn. Kommt die ständige Unruhe auf den operativen Posten der AG auch daher, dass man wohl selbst nicht genau weiß, welchen Weg man gehen möchte.
Eberl hat es ja gut im Dopa erklärt, Kahn und Brazzo auch mal. Man zahlt entweder oder man braucht Ersatz, der dann noch zusätzlich massiv Ablöse kostet. Nan macht die Internationalisierung mit oder man landet in der zweiten Reihe.
Ich denke auch, dass ein Hoeneß da zur Zeit auch sehr mit sich selbst kämpft. Letztendlich gibt er ja das Geld dann meistens frei und auch bei Wirtz wird man es machen. Er sieht aber auch sehr genau den Weg, den man gehen muss und das dieser für die Traditionalisten unter den Fans sehr schwer mitzugehen ist. Dazu diexausufernde "Moral" in Deutschland, die den Zugang zu potenten Sponsoren (siehe Katargeschichte) nicht gerade erleichtert.
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