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AW: Die Entwicklung der Energiepreise und was sie mit unserer Wirtschaft machen könnte.
Ich kenne ein Bundesland im Süden, das sich jahrelang gegen einen Netzausbau gewehrt hat, der es ermöglicht hätte, den im Norden produzierten günstigen Windstrom dort zu nutzen.
Daher gibt es Zeiten, in denen es in der Summe am wirtschaftlichsten ist, die erzeugten EE dort zwischenzuspeichern, wo das möglich ist (z.B. Österreich w/Talsperren).
Die Lösung für das Dilemma heißt also Netzausbau.
In der Summe sind die negativen Preise bestenfalls ein Randproblem des europäischen Stromhandels, der im übrigen ebenfalls immer mal wieder den französischen Atomstrom betrifft.
Insgesamt sorgt der grenzüberschreitende Stromhandel für sinkende Preise, gut so.
Oder, so z.B. Mathias Mier vom bestimmt nicht linken Ifo-Institut in der FAZ:
„Negative Preise resultieren nicht aus der Inflexibilität der Erneuerbaren, sondern durch die Inflexibilität der Konventionellen. Die Belastung durch negative Preise ist ohnehin immer weniger relevant. Stromhandel ist für beide Seiten ein Gewinn- und kein Verlustgeschäft.“
Klar, dass das von den üblichen Verschwörungsportalen hochgejazzt wird. Es ist, wie fast immer, mal wieder ein bisschen differenzierter.
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