Zitat:
Zitat von noppennorbert
Ich kenne ein Bundesland im Süden, das sich jahrelang gegen einen Netzausbau gewehrt hat, der es ermöglicht hätte, den im Norden produzierten günstigen Windstrom dort zu nutzen.
Daher gibt es Zeiten, in denen es in der Summe am wirtschaftlichsten ist, die erzeugten EE dort zwischenzuspeichern, wo das möglich ist (z.B. Österreich w/Talsperren).
Die Lösung für das Dilemma heißt also Netzausbau.
In der Summe sind die negativen Preise bestenfalls ein Randproblem des europäischen Stromhandels, der im übrigen ebenfalls immer mal wieder den französischen Atomstrom betrifft.
Insgesamt sorgt der grenzüberschreitende Stromhandel für sinkende Preise, gut so.
Oder, so z.B. Mathias Mier vom bestimmt nicht linken Ifo-Institut in der FAZ:
*Negative Preise resultieren nicht aus der Inflexibilität der Erneuerbaren, sondern durch die Inflexibilität der Konventionellen. Die Belastung durch negative Preise ist ohnehin immer weniger relevant. Stromhandel ist für beide Seiten ein Gewinn- und kein Verlustgeschäft.*
Klar, dass das von den üblichen Verschwörungsportalen hochgejazzt wird. Es ist, wie fast immer, mal wieder ein bisschen differenzierter.
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Deswegen verschwindet hier auch die energieintensive Industrie, weil die keine Lust auf eine angebotsorientierte Versorgung hat
https://www.basf.com/global/de/media...24/08/p-24-269
BASF wird die Produktion von Adipinsäure, Cyclododecanon (CDon) und Cyclopentanon (CPon) am Standort Ludwigshafen einstellen. Die Produktionsanlagen für CDon und CPon werden in der ersten Jahreshälfte 2025 stillgelegt und die verbleibende Adipinsäureproduktion in Ludwigshafen wird im Laufe des Jahres 2025 geschlossen. Das Unternehmen hat diese Entscheidung im Rahmen der laufenden strategischen Überprüfung seiner Produktionsanlagen am Standort Ludwigshafen getroffen, um die Wettbewerbsfähigkeit unter den sich ändernden Marktbedingungen sicherzustellen.
DIW-Präsident Marcel Fratzscher geht davon aus, dass bis zur Vollendung der Energiewende einige energieintensive Branchen aus Deutschland verschwinden werden. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Ökonom: "Das ist nicht schlimm, sondern gut, wenn es den Unternehmen ermöglicht, ihre Innovationsfähigkeit und ihre guten Arbeitskräfte in Deutschland zu erhalten und so wettbewerbsfähig zu bleiben." Für die Volkswirtschaft sei das ein "notwendiger Prozess", weil er einen Aufbruch erzwinge, argumentierte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).
Die können ja alle als Altenpfleger umschulen