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AW: Südwest B- Schüler
Vielleicht hat ja auch das Hotel was dazu gelernt und legt, wenn es vorangemeldet Kinder beherbergt, keine Werbe-Zündhölzer mehr in in die Zimmer.
Es soll auch schon Fälle gegeben haben, wo sich Kid´s an den in der Zimmer-Bar bereitgestellten Alkoholika bedient haben. Oder wo im Fernseher der Porno-Kanal freigeschaltet gewesen sein soll. Oder vom freigeschalteten Telefon kräftig "sehr teure" Gespräche geführt wurden. Bevor jemand nachfragt: Für diese Fälle kann bzw. will ich keine Zeugen benennen. Die Eltern sind in der Regel nicht vor Ort und die Delegationsleitung kann das vielleicht zum Anlass nehmen, die jeweilige Hotel-Leitung bei der Buchung schon auf solche Sachen anzusprechen. Diese Hotels haben vielleicht zum ersten Mal eine solche Horde (auch hochtalentierte TT-Spieler sind manchmal "lebhafte" Kinder) beherbergt und waren für diese Probleme nicht sensibilisiert. Den Betreuern vor Ort kann man wohl auch keinen Vorwurf machen. Wenn ich dabei gewesen wäre, mich pflichtgemäß davon überzeugt hätte, dass alle um eine bestimmte Zeit in ihrem richtigen Zimmer sind und ich selbst im Nachbarzimmer gewesen wäre, hätte ich von der Aktion wahrscheinlich auch nichts mitbekommen. Einen Betreuer in jedes "Kinderzimmer" zu stecken, halte ich aus anderen Gründen auch nicht für gut.
Das entbindet alles die jungen Spieler aber nicht von der Pflicht, sich im Rahmen einer solchen hochkarätigen Delegation ordentlich zu benehmen. Sie sind 11 und älter, also schon durchaus in der Lage, zu erkennen, was erlaubt, unerwünscht und was verboten ist.
Sonst kommen wir dahin, dass die Delegationsleitungen weniger nach Leistung und noch mehr nach "Pflegeleichtigkeit" nominieren.
Wobei wir dann schon beim Thema Footing wären. Ich bin mir sicher, dass die Spielerin, Mitglied der hessischen Delegation und keine Einzelkämpferin, vorher auf die Folgen ihrer Weigerung hingewiesen wurde. Ich weiss es nicht, aber vielleicht hatte sie ja auch eine blöde Ausrede (z. B. "Mein Knie tut mir weh") - dann musste sie ja aus Fürsorgegründen aus dem Wettbewerb genommen werden. Ist nur eine Vermutung, kann ich mir aber lebhaft vorstellen.
Wenn jemand grundsätzlich das bestehende System der Länder-Delegationen mit den daraus resultierenden Konsequenzen in Frage stellt, ist es sein gutes Recht. Dann soll er sich ein tragfähiges Konzept ausdenken, das alle Fragen beantwortet und dies dann in den entsprechen Gremien (Verbandstag) zur Diskussion stellen. Man stelle sich das Chaos vor: Ein Teil der Eltern bzw. Vereine kriegt das sicher hin, sich um Fahrt (-kosten), Unterbringung (-skosten), Betreuung, Coaching usw. zu kümmern - aber sicher nicht alle.
Dann schon lieber so, wie es jetzt ist, auch wenn ich mich in der Vergangenheit manchmal lieber selbst um meine Schützlinge gekümmert hätte.
Wenn aus besonderen (z.B. gesundheitlichen oder sozialen) Gründen die Anwesenheit eines Elternteils erforderlich ist, kann man das ja vor der Veranstaltung mit der Delegationsleitung klären.
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Große Leuchten (Sonnen) brennen schnell und sehr hell, aber meist nicht sehr lange (ein paar mio Jahre). Zum Glück bin ich nur ein kleines Licht
Geändert von klugscheisser (03.02.2005 um 09:57 Uhr)
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