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AW: Landesliga/Bezirksoberliga 2004/05
Mal ganz lösgelöst von der Diskussion um die Leistungsstärke lt. Papierform oder der Frage, ob seitens des Vereins noch eine weitere Serie "Leistungssport" finanziert wird, stellt sich die Frage ob im Fall Twistringen nicht die fehlende Identifikation mit dem Verein die Hauptursache für das vermeintlich schlechte Abschneiden zu suchen ist.
Um das zu verstehen, sollte man sich die Ausgangslage mal verdeutlichen. Twistringen hat jahrzehntelang mit den eigenen Leuten 1.Bezirksklasse gespielt. Nach einem eher unerwarteten Aufstieg hat man sich dann Stück für Stück mit externen Kräften verstärkt (und nicht gerade mit Nachwuchsspielern aus den eigenen Reihen oder der näheren Umgebung) und ist relativ schnell in die Bezirksoberliga und dann in die Landesliga aufgestiegen. Bis zur letzten Saison waren mit Ludwig Horstmann, Markus Bavendieck und Jens Kramer noch drei echte Twistringer in dieser Mannschaft aktiv, heute ist es nur noch einer. Die externen Verstärkungen haben sich nie in den Verein integriert, sind also typische "Söldner". Das dieses Prinzip einer Zweckgemeinschaft nur eine gewisse Zeit funktioniert und das sich bei ausbleibendem Erfolg Auflösungserscheinungen eher zeigen als mannschaftliche Geschlossenheit, dafür gibt es genügend andere mahnende Beispiele und Negativvorbilder.
Insofern kann es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein bis der SC Twistringen wieder die Rolle einnimmt, für die er eigentlich steht: ein Breitenverein im ländlichen Raum mit einer in sich gesunden Struktur aber ohne leistungssportliche Ambitionen. Ob das bereits in der nächsten Serie der Fall sein wird oder ein, zwei Jahre später das wird die Zeit zeigen. Zukunft hat diese Mannschaft jedoch nicht.
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