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Alt 03.02.2005, 20:54
Trainercoach Trainercoach ist offline
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Pressebericht LLZ Sensenstein

Nach dem Umzug kann sich das Tischtennis-Leistungszentrum
höhere
Ziele stecken


NIESTE. Bessere Zeiten für die nordhessische Talentförderung kündigte
der
Hessische Tischtennis-Verband (HTTV) im vergangenen August an. Und
sechs
Monate nach dem Umzug des Kasseler Landesleistungszentrums in die
Jugendburg Sensenstein bei Nieste scheinen die kleinen Zelluloidbälle
auch
schon etwas rasanter über die grünen Tische zu flitzen. Das neue
Konzept,
das durch häufigeres Training in kleineren Gruppen zu einer höheren
Leistungsdichte führen soll, hat bereits erste Erfolge gebracht. Erst
am
vergangenen Wochenende holte sich zum Beispiel Lena Krapf, von der TTG
Morschen/Heina, Doppel- und Mixed-Titel bei den Südwestdeutschen
Meisterschaften. Die 13-Jährige trainiert mittlerweile viermal
wöchentlich
bei Verbandstrainer Ola Einarsson und dem als Honorarkraft neu
verpflichteten Tobias Kirch. Darauf sind wir schon ein bisschen stolz,
sagt
Einarsson, genauso wie auf die Tatsache, dass erst gestern drei Spieler
zu
einer Sichtung des Deutschen Tischtennis-Verbandes eingeladen waren.
HTTV-Cheftrainer Helmut Hampl scheint mit seinem Vorstoß in Richtung
Sensenstein den richtigen Riecher gehabt zu haben. Denn hier finden die
knapp 30 Spitzentalente aus der Region deutlich bessere Möglichkeiten,
ihr
Potenzial auszuschöpfen, als zuvor im Schulzentrum an der Kasseler
Schillerstraße, das beispielsweise in den Ferien geschlossen war. Dann
musste der Stützpunkt in die kleine Schulturnhalle in
Niestetal-Sandershausen ausweichen. In Kassel atmet man keine andere
Luft
als in Frankfurt, sagte Hampl, Talente gibt es überall, Nur müssen sie
entsprechend gefördert werden. Verbandspräsident Dr. Norbert Englisch
hatte
vor dem Umzug einen großen Leistungsunterschied zwischen den
HTTV-Zentren
Frankfurt und Kassel kritisiert. Doch dieser dürfte in den kommenden
Jahren
zumindest spürbar reduziert werden. Denn, so hat Ola Einarsson
festgestellt, diejenigen, die hier mitmachen, haben jetzt einen ganz
anderen Leistungsgedanken entwickelt. Nach dem Umzug gab es eine rund
30-prozentige Fluktuation unter den Aktiven, die für frischen Wind
sorgte.
Nicht jeder des alten Kaders wollte oder konnte den neuen Weg mitgehen.
Zudem machen die Talente der im Damenbereich besonders erfolgreichen
Homberger TS weiter ihr eigenes Ding vor Ort im Schwalm-Eder-Kreis. Im
vergangenen Jahr war das Leistungszentrum-Nord zumindest auf dem Papier
kurzzeitig nach Homberg verlagert worden, bevor es nach Querelen mit
dem
Verband wieder abgezogen wurde und letztlich in der Sportbildungsstätte
des
Landessportbundes landete. Aber daran will Ola Einarsson nicht mehr
denken.
Der Blick geht voraus. Denn bis 2010 soll Sensenstein zu einem
absoluten
Spitzenstützpunkt gereift sein. Von Manuel Brandenstein
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