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Spielabbruch, weil Licht abgeschaltet
Mal sehen, ob es in anderen Bundesländern ähnlich ist ...
Ich spiele in Hamburg, wo die meisten Punktspiele in Sporthallen von öffentlichen Schulen ausgetragen werden. Die Hallenzeiten sind knapp und daher sehr begehrt. Seit Jahrzehnten wird bis einschließlich Verbandsliga fast ausschließlich von Montag bis Freitag gespielt (wobei am Freitag eindeutig die meisten Spiele stattfinden). Lediglich ganz wenige Vereine haben den Samstag als Spieltag. Am Wochenende sind die meisten Hallen übrigens bereits von anderen Sportarten belegt.
Laut Verband (HaTTV) dürfen Punktspiele (6er-Herrenmannschaften) innerhalb der Woche frühestens um 19.00 Uhr beginnen, wobei die Mannschaften erst um 19.30 Uhr spielbereit sein müssen (wer um 19.00 Uhr nicht kann oder will, kommt eben einfach später).
Aus Kostengründen haben viele Hausmeister von den Bezirksämtern (die für die Vergabe der Hallennutzungszeiten verantwortlich sind) die Weisung erhalten, die Hallen um 21.45 bzw. 22.00 Uhr zu schließen. In einigen Hallen geht um diese Uhrzeit sogar automatisch das Licht aus, was allenfalls mit einem besonderen Schlüssel verhindert werden kann, den (angeblich) auch nicht alle Hausmeister besitzen sollen. Hierbei geht es wohlgemerkt nicht um die Licht- und Heizungskosten, sondern um die Lohnkosten für die Hausmeister wegen derjenigen Stunden, die nach 22.00 Uhr geleistetet werden.
Dieses Problem betrifft etliche Vereine, und es ist auch schon mehrfach zu Spielabbrüchen gekommen, mit der Folge, dass die Heimmannschaft 0:9 verloren hat. Denn auch wenn man an 3 Tischen gleichzeitig spielt, reicht die Zeit gerade bei Spielen in höheren Ligen oft nicht aus.
Es gibt zahlreiche Vereine, die von diesem Problem nicht betroffen sind und dafür auch nur selten Verständnis haben. Diese haben dann das Glück, einen Hausmeister zu haben und / oder in die Zuständigkeit eines Bezirksamts zu fallen, die für die Durchführung unseres Sports Verständnis haben.
Also, was kann man tun ?
1. Mit dem zuständigen Hausmeister sprechen und ihn bitten, dass man abends den Schlüssel bekommt. Einerseits hängt das vom guten Willen des jeweiligen Hausmeisters ab, andererseits hat er evtl. von seinem Bezirksamt die konkrete Anweisung erhalten, den Schlüssel nicht an Vereine herauszugeben.
2. Mit dem zuständigen Bezirksamt sprechen und anbieten, abends den Schlüssel zu übernehmen und eigenverantwortlich die Halle zu nutzen. Das ist in einigen Fällen bereits gescheitert, da auch das stark vom guten Willen des zuständigen Behörden-Mitarbeiters abhängt.
3. Der Verband müßte zentral mit der übergeordneten Behörde Gespräche führen und diese dann die Bezirksämter anweisen, die Hallen länger zu öffnen. Um die Hausmeisterkosten zu senken, müßten die Bezirksämter angewiesen werden, die Schlüsselgewalt abends an die Vereine abzugeben. Für mich unverständlich, warum es solch Gespräche noch nicht gegeben hat.
4. Der Verband müßte - ähnlich wie in Hamburg beim Betriebssport üblich - die Anfangszeiten ab 18.00 Uhr freigeben. Als ich diesen Vorschlag mal im Forum des HaTTV angeregt habe, gab es jedoch Proteste von Spielern aus solch Vereinen, die diese Probleme glücklicherweise nicht haben ("viel zu früh", "gar nicht zu schaffen", "haben schon immer so spät angefangen" ...).
5. Die Stärke der Mannschaften könnte von 6 auf 4 Herren reduziert werden. Ob das hilft, ist fraglich, denn dann dauert zwar das einzelne Spiel nicht mehr so lange, allerdings gibt es dann mehr Spiele, die auf dieselben Hallenzeiten verteilt werden müßten.
Frage: habt oder hattet ihr ähnliche Probleme ? Wenn ja, wie habt ihr dieses Problem gelöst ? Habt ihr noch weitere Ideen ?
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Holz: Stiga Defensiv Pro - SL Irbis 2,1 - Dawei 388D OX
Manchmal gewinne ich, manchmal verlieren die anderen.
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