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AW: BELAGTEST KOSTENLOS: AIR KnightBee Beläge (Versionen Domination, Force, Energy) - TESTAKTION
Testbericht (1) Knightbee Domination 50° rot Max! Thanks to ML
Test gegen J&H C55 sw. Max und Glayzer 09C rot Max auf holz Andro TP Ligna OFF, geklebt Copydex 4 Schichten, Ballmarke Gewo Ultra SLP 40+
zu mir: ich bin ca. 30 Jahre im TT- Bereich als Tester und Berater tätig gewesen, mein Standartschläger sind das Mizutani SZLC mit den C55 Belägen, davor K3 Pro und T05 hard, Mein Spiel im WK baut auf variable Auf- u. Rückschläge auf und eine hohe Grundsicherheit in allen Schlägen in Verbindung mit effizienter Beinarbeit auf. Ich nutze meistens den Spin und das Tempo des ankommenden Balls aus um den Gegner zu Fehlern zu zwingen oder einfache Vorlagen zu bekommen.
Allgemeines zum Belag: Verpackung marktüblich, riecht nicht, wölbt sich nicht, dünne Klebefolie schützt eine leicht klebrige Oberfläche, Schwamm ist weißgelb kompakt mit feinen Poren, leicht übergewichtig, Oberfläche hellrot und durchscheinend, im Gegensatz zu anderen Hybriden glatter, erinnert an die älteren Tensor Generationen, Verklebung geht sehr gut, bei 4 Schichten ließ sich die Klebeschicht sauber vom Kleberest abziehen. Obergummi und Schwamm sind einfacher von einander zu trennen als bei den ESN- Belägen, allerdings nicht verletzungsfrei wie bei Chinabelägen.
Vorweg - Hat er was oder eher nicht- nun ja, das gewisse Etwas fehlt ihm, Domnieren tut er den Gegner im Vergleich zu anderen High- End Belägen nicht. Er spielt sich vergleichsweise sehr kontrolliert, aber auch etwas harmlos.
Also Topspin at its Best * klares Nein, gegen OS eher Durchschnitt, leicht und sicher aber nicht gefährlich, wenn man mehr will, maximal beschleunigt und den Schläger stärker schließen will wird es kritisch, entweder der Ball rutscht ab oder wird flach und langsamer, gegen Unterschnitt wird es sogar deutlich anstrengender als normal, den mit Hybriden üblicherweise langsamen und lockeren Armzug um den Ball nur einfach über das Netz zu spielen mag er gar nicht, man muss flott beschleunigen und kann den nötigen offenen Schlägerwinkel auch nicht allzu stark variieren,
*Die KNIGHTBEE-Beläge des chinesischen Premiumherstellers Air wurden für das moderne variable Topspinspiel entwickelt. Beim griffigen Medium-Obergummi wurde eine neue, außergewöhnliche Noppengeometrie mit weit auseinanderstehenden Innennoppen gewählt*
- Wurde das Entwicklungsziel erreicht, das Obergummi ist medium und griffig, die Noppengeometrie weder neu, noch außergewöhnlich, eher üblich bei Hybridbelägen, modernes Topspinspiel ist etwas interpretierbar, das gelingt eigentlich bei entsprechender Technik auch mit harten Klassikern.
*Im Vergleich zur TIGERS-Serie sind die Innennoppen etwas schmaler. Diese Struktur sorgt für einen hervorragenden Kick-Effekt, sodass in allen Spielsituationen mit viel Rotation agiert und der Druck nach Belieben erhöht werden kann. Das neue, sehr dynamische Untergummi verstärkt diesen Effekt und sorgt für eine hohe Durchschlagskraft!*
- Diese Aussage kann ich definitiv so nicht unterstützen, im Gegenteil man hat den Eindruck der Belag ist nach obenhin abgeregelt, insbesondere das Umschaltspiel auf den Schuss enttäuscht, üblicherweise kommt dann bei den harten Hybriden ein lauter Knall und der Ball explodiert förmlich auf der anderen Seite,
*Mit dem KNIGHTBEE DOMINATION in 50° Härte bekommen vor allem höherklassige Spieler ein Werkzeug in die Hand, um jederzeit die nötige Härte und Präzision für ein aggressives, modernes Angriffsspiel zu haben. Die Kombination des elastischen, griffigen Obergummis mit dem harten Schwamm bietet exakt diese Ballankopplung, die man auf Topniveau benötigt.*
- Kann ich mir so nicht vorstellen, die Ballankopplung ist nicht immer perfekt, das dürfte am Obergummi liegen, unter höherklassigen Spielern verstehen ich 1900 +, die sollten mit ihren Möglichkeiten dann doch bei diesem Belag nicht ausreichend unterstützt werden.
Fazit: Für 36,90 ein guter Belag für Spieler die einen Einstieg in Hybridbeläge suchen, diese werden mit sehr guter Ballkontrolle bei allen geraden Schlägen belohnt, fürs Fummeln ist der Belag nicht das Optimum. Der Vorteil des Belages im mittleren Beschleunigungsbereich kann man gleichmäßig im Tempo spielen und muss den Schlägerwinkel nicht allzu genau anpassen. Er ist mit der Härte einigermaßen schnittunanfällig.
Ausblick: Ich werde später nochmal genauer auf die Schläge eingehen können, wenn ich mal den Belag im WK einsetzen konnte und werde ihn auch nochmal auf dem SZLC testen.
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