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Alt 04.06.2025, 09:56
User 1878 User 1878 ist offline
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AW: Wären wir jetzt politisch BLAU, wohin würde die Reise gehen?

Zitat:
Zitat von jimih1981 Beitrag anzeigen
*Kohl*Helmut Schmidt*

Angela Merkel hingegen war eine scheinkonservative Kryptokommunistin die eben im Parteiensysteme ähnliche Verhältnisse wie in der DDR geschaffen hat...
Zum vollständigen jimih-Bingo fehlt da ein Strauß!
Warum lässt Du diese Chance zur kompletten Bullshitisierung ungenutzt verstreichen?

Der zweite Satz sagt alles über die Abwegigkeit Deiner Wahrnehmung. Das wird nichts mehr, sondern ist nur noch zum Piepen komisch.

NoAfD-WählerInnen sind selbstverständlich Volldeppen. Dass das mal klar ist, wie ein Diskussionsteilnehmer gerne sagt.
Was außer der Nachweis für mangelnde Klugheit und Herzensbildung soll die Wahl einer Partei mit nachgewiesen und weitläufig kommuniziert einer hohen Anzahl an verfassungsfeindlichen Personen in wichtigen Funktionen, die lauthals verkünden, man müsse auch in der Judikative *aufräumen*, sonst sein? JournalistInnen sollten sich jetzt bereits überlegen, was sie schreiben. In den Büros arbeiten jede Menge zwielichtige Identitäre, Burschenschaftler, Leute mit dezidierter Neonazivergangenheit. Der Draht nach Schnellnroda glüht. Der Verfassungsschutz benennt sie nach Untersuchung in ihrer Gesamtheit als gesichert rechtsextremistisch.
Wer eine solche Partei, die gegen die demokratische Grundordnung agiert, wählt, ist für mich ein Volldepp.
Wählt doch ungültig oder die Bierpartei, die grauen Panther, was weiß ich. Soll doch nur Protest sein, oder? Nein, es ist die noAfD, klare Aussage zur eigenen politischen Überzeugung damit.
Die Wahl dieser Typen ist an Egoismus nicht zu überbieten: ich weiß, dass ich das Land und ganz Europa mit meiner Stimme gefährde. Aber *denen da oben* habe ich es mal so richtig gezeigt. Schade, wenn man mit seiner Persönlichkeit nicht über das Kindergartenalter hinausgewachsen ist.

Wie ändert man das, und zwar multinational?
Ich glaube, es müsste wieder das alte Scheelzitat gelten, wonach es nicht die Aufgabe eines Politikers sein könne, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers sei es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.
Das gelänge nur, wenn Druck aus dem Kessel käme. Medial dürfte nicht alles hochgejazzt werden, sondern es müsste möglich werden, die Prozesshaftigkeit von Entwicklungen deutlich zu machen. Dinge dauern in der Umsetzung, der Weg ist wichtig (Migration, Energiewende, Rentenreform, Bahn*) und dass man sich jeweils auf einem solchen befindet müsste in den Vordergrund gestellt werden. Ehrlichkeit also und nicht leere Versprechen und vielfach gar Lügen wie gerade in diesem Wahlkampf, am Ende sogar mit Erfolg.
Ein frommer Wunsch, dem auch politisch kaum jemand nachkommt.

Stattdessen wird in Fernsehsendungen mit Umfragen argumentiert. 70% der Bevölkerung wollen eine Änderung in der Migrationspolitik, also machen wir das. So geht es eben genau nicht, völlig unabhängig vom Migrationsthema. Populismus in Reinkultur als Politikstil ist billig, unwürdig und kann nur scheitern, am Ende auch an der Enttäuschung der Wählenden, denen die Umsetzung ihres *man müsste mal* nicht schnell und weit genug geht.
Guckt ins Ausland, wo man z.T. schon ein paar Jahre weiter ist. Das wird immer disruptiver, unregierbarer und radikaler (NL, AUT).

Geändert von User 1878 (04.06.2025 um 10:06 Uhr)
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