Zitat:
Zitat von Fry2
Ich weiß nicht genau, wie die "Experten" das sehen.
Ich würde die Bewertung, die ttarc vornimmt, allerdings in Frage stellen. Man muss nur auf die Links - und die dahintersteckenden umfangreichen Datengrundlagen schauen (ich habe an freien Tagen häufig Langeweile).
Die Suggestion, dass die Wasserflächen nicht einbezogen wurden, ist schlichtweg falsch.
Ob man der Datengrundlage traut, welche auf mindestens sechs unabhängigen wissenschaftlichen Ausarbeitungen beruht, die wiederum selbst auf hunderte Datenquellen verweisen, steht ja auf einem anderen Blatt Papier.
Nicht falsch verstehen: Wie genau und treffend die Ergebnisse sind, kann ich mangels annhähernd ausreichender Kenntnis nicht bewerten (ich verstehe schon die Interpolationsformeln mathematisch nicht).
Aber zu unterstellen, dass die Wissenschaftler hier zwingend einzubeziehende Einflussgrößen außer acht gelassen hätten, wird ihnen nicht gerecht und hilft in einer fairen Diskussion nicht weiter.
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Es geht nur um die Referenzperiode (1850-1900). Wassertemperaturen schwanken in Abhängigkeit der Tiefe, Jahreszeit, Tageszeit und Position.
Also: Wie viele Satelliten gab's damals? Wie viele Wetterbojen gab's damals? Wie hat man damals dann diese Temperaturen gemessen? Eimer (Holz, später Segeltuch) ins Wasser und Thermometer rein.
https://www.researchgate.net/publica...e_measurements
Das ist zwar von 2001 und es geht um die Kalibrierung von Satelliten, aber man sieht sehr gut wie groß die Fehler (auch mit heutiger Technik noch) sind.
"Comparisons between drifting buoy SSTs suggest an error of ~0.4°C for nearly coincident buoy SSTs. Comparing moored with adjacent drifting buoy SSTs, we find that drifting and moored buoy SSTs are samples from the same population. Ship SSTs are noisier and have a significant warm bias relative to drifting buoy SSTs. We explore the SST measurement accuracy changes that occur with variations in sampling average used for the SST algorithm regression. We both vary the total amount of points and restrict the regression data to regional sampling biases. Surprisingly the total number of calibration SST values can be quite small if they cover all latitudes. We conclude that buoy SSTs can have residual bias errors of +/-0.15°C with RMS errors closer to 0.5°C."
RMS error = root mean square error d.h. wenn das Konfidenzintervall 95% abdecken soll, müssen diese Werte mit 1.96 (Normalverteilung angenommen, was normalerweise passt) multipliziert werden. Also liegen wir bei 0.98 °C (+-).
Wie groß waren die Messfehler wohl damals (egal ob Lufttemperatur oder Wassertemperatur)? Auch bei 1 °C oder eher bei 2 °C, 3 °C? Wie viel der gesamten Wasserfläche wurde damals abgedeckt?
In meinem Bereich bezeichnet man sowas dann zu Recht als garbage in, garbage out.