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Zitat von cdmz
Ist das eine Sonderregelung nur für China oder gibt es andere Kriterien?
In der Spielerliste finde ich nur 6 Japanerinnen, Nagasaki und Kihara fehlen.
An der WRL-Position kann es eigentlich nicht liegen, da sie weiter vorn stehen als der siebte Chinese Chen Yuanyu.
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Ja, das ist eine Sonderregelung für China.
Für alle anderen gilt die Regelung "max. 6"......auch für Japan.......bzw. entsprechend weniger für weniger erfolgreiche Nationen
Was Kihara und Nagasaki betrifft, so gibt es hier seitens Veranstalter/WTT noch die Möglichkeit, ihnen aufgrund ihrer Erfolge vom Wochenende noch eine Wildcard zu geben, da noch 6 Wildcards offen sind, aber ob das der Fall sein wird, ist noch offen und weiss ich nicht........Ich bin da aber skeptisch, da dies früher bei Turniersiegen von nichtnominierten Chinesinnen ja auch nicht gemacht wurde.....Aber da müssen wir abwarten....
Die 8 Chinesinnen und 7 Chinesen aber haben ihre Teilnahmeberechtigung OHNE Wildcards bekommen..........Das ist ein wichtiger Unterschied, weswegen ich da ja auch nochmal darauf hingewiesen habe.
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Zitat von masl83
@Wolf, das darfst du natürlich alles so sehen, würde ich in deiner Person vermutlich auch tun.
Ich glaube, dass es erstmal zumindest nicht gut für das TT in Europa ist, denn ob Chinese 5 gegen Chinese 8 spielt, interessiert irgendwann eben keinen mehr.
Das liegt auch sicher daran, dass das für uns (mich) nur Namen sind, die man beliebig austauschen kann. In der Darstellung, da du den Vergleich zum Tennis gebracht hast, sind es Spieler, die kaum Aussenwirkung erzeugen, sei es durch Skandale oder ihr Auftreten. Sie sind quasi beliebig austauschbar, du merkst kaum, wer am Tisch steht.
Führt wiederum dazu, das man sich mit den Spieler extrem schlecht identifiziert.
Ob das für die WTT gut ist, wenn sie quasi nur noch in Asien attraktiv ist für Zuschauer, das muss sie selbst entscheiden.
Das ist meine These, wie es kommt, werden wir sehen.
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Zitat von Radler34
Auch ich halte Begrenzungen im Sinne des Wettbewerbsgedankens für nicht sinnvoll. Tischtennis ist in Europa eine Randsportart, und Länder, in denen dieser Sport ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht - wie etwa in Ostasien - sollten nicht dafür benachteiligt werden, dass sie schlichtweg deutlich mehr Weltklassespielerinnen hervorbringen als andere Nationen. Wie vossi sehe ich es aber ebenfalls, dass mich die immer gleichen Begegnungen, spätestens ab dem Viertelfinale, zunehmend langweilen würden. Die europäische Spitze muss eben das realistische Ziel für europäische Spieler*innen sein, ob das nun gefällt oder nicht.
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Ich verstehe da Eure Standpunkte durchaus und kann sie auch nachvollziehen, denn auch ich würde mir manchmal wünschen, dass bei einem Weltcup-Langlauf nicht immer 5 Norweger vorne wären und dass da auch mal andere mitmischen würden. Ich schau mir das trotzdem oft an, weil ich die Arbeit und die Erfolge der Norweger da respektiere.
Aber es kann eben nicht der Anspruch einer Sportart sein, dass man die Besten aus den Topwettbewerben verbannt, weil man den Proporzwünschen unerfolgreicherer Nationen nachgibt. Die Interessen der besten Sportler stechen da einfach andere Interessen.
Und gerade bei TT kommt da ja noch dazu, dass das Geld für diese Sportart und für die Aufrechterhaltung eines erfolgreichen Profi-Betriebes vor allem aus Südostasien kommt. Und man kann diese Nationen eben nicht dafür bestrafen, dass sie hier eben erfolgreicher sind.