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Alt 29.06.2025, 08:31
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AW: Andro Nuzn 48 & 45

Nach dem, was ich hier bisher gelesen habe, möchte ich knapp und subjektiv meine eigenen Eindrücke mit dem Nuzn 48 in 2.1 auf meiner Vorhand schildern. Meine Eindrücke gleichen nach meinem Verständnis nicht so sehr den bisherigen Darstellungen, die ich hier vernommen habe.

Als Spielholz verwende ich ein Boll ZLF (Gewicht: 81 g), wovon ich in gleicher Grammatur zwei Stück besitze. Mein Schläger wiegt jetzt insgesamt 178,21 g. Auf den Nuzn 48 entfallen 48,53 g. Die Nachkommastellen gebe ich nur aus Spaß an der Freude über meine bewährte Feinwaage an, die bedeuten natürlich überhaupt gar nichts

Meine Eindrücke möchte ich speziell im Vergleich zum Nuzn 50 und zum Tenergy 05 schildern. Warum? Ich habe den Nuzn 50 eine Halbserie gespielt und im Ergebnis festgestellt, dass er mir in einigen Punkten zu anspruchsvoll ist. Viele Schläge gehen mit dem Nuzn 50 wirklich gut:
- Aufschlag
- Aufschlagannahme
- Kurz-Kurz
- spingeladene Topspins mit hohem Bogen, feste Topspins und alles dazwischen
- Kickblock und Gegentopspin, weil der Ball sehr exakt der Schlagrichtung folgt
- Konter, Block und Schuss, selbst wenn der ankommende Spin hoch ist. Die Empfindlichkeit auf ankommenden Spin ist gemessen am Spinpotential verhältnismäßig (ich finde: außerordentlich) gering.
- Schupf mit viel Spin

Der Nuzn 50 war mir aber im Ergebnis zu anspruchsvoll, weil
- die Eröffnung nur bei guter Beinarbeit und gutem Stand zum Ball für mich ausführbar war und im Übrigen zum Fehlergrab wurde
- meine Notschläge / „Löffelbälle“ bei ankommendem Spin, wenn ich unentschlossen gegen den Ball gegangen bin, zum Fehlergrab wurden. Das lag nach meinem Empfinden an der Härte und am für mich zu hohen Tempo des Nuzn 50.

Kurzum: Der Nuzn 50 war mir am Ende zu hart. Erneut musste ich mir eingestehen, dass das Spielgefühl eines harten Belags zwar schön und angenehm ist, aber ich einfach nicht die spielerische Fähigkeiten besitze, um den Belag erfolgreich genug zu verwenden. Also habe ich etwas "Krasses" ausprobiert und nach langer Zeit wieder einen neuen Tenergy 05 aufgeklebt. Viele Vorteile im Vergleich zum Nuzn 50 blieben im Wesentlichen erhalten, auch wenn ich bei der Aufschlagannahme, beim Kurz-Kurz, bei festen Topspins, beim Kickblock, bei Gegentopspins, beim Block und Schuss Abstriche in dem Sinne machen musste, dass ich konzentrierter und präziser agieren musste. Der Tenergy 05 ist mit meiner hohen Empfindlichkeit auf ankommenden Spin insoweit für mich deutlich anspruchsvoller als der Nuzn 50 zu spielen. Diese „Nachteile“ für mich werden jedoch aufgewogen durch die leichtere Eröffnung bei „mittelguter“ (Euphemismus) Beinarbeit und die Tatsache, dass mir die mit dem Tenergy 05 Notschläge / „Löffelbälle“ deutlich leichter von der Hand gingen. Immer noch als „zu anspruchsvoll“ erwiesen sich bei meinen Fähigkeiten Gegentopspins, weil der Ball nicht so exakt in Schlagrichtung folgte wie beim Nuzn 50, sondern deutlich stärker vom ankommenden Spin abhängig war. Hier war der Nuzn 50 einfach in seinem Element. Auch „zu anspruchvoll“ für mich war die Eröffnung auf Bälle, bei denen ich den ankommenden Spin nicht gut genug eingeschätzt bzw. den Schlag nicht gut genug ausgeführt habe. Mein Fazit war insgesamt: Mit dem Tenergy 05 habe ich weniger Fehler gemacht und mehr Punkte durch Platzierung und Spin erzielt als mit dem Nuzn 50. Eigentlich gab es keinen Grund daran etwas zu ändern bzw. vom Tenergy 05 wegzugehen.

Dennoch war ich wegen der für mich positiven Eigenschaften des Nuzn 50 sehr spontan und gefühlsbasiert total angefixt von der Idee, den Nuzn 48 auszuprobieren. Ich frug mich, ob die weicheren Eigenschaften die für mich wichtigen vorgenannten Vorteile des Nuzn 50 erhalten konnten bei gleichzeitiger Verbesserung der für mich bestehenden tempo- und härtebedingten Nachteile. Als ich in diesem Thread darauf aufmerksam wurde, dass der Belag verfügbar ist, habe ich ihn einfach gekauft, weil ich ohnehin neuen Revolution 3.0 brauchte. Zufälligerweise habe ich zuvor auf meinem Zweit-ZLF mehrere Einheiten den Nuzn 50 erneut ausprobiert, sodass ich mich vergewissern konnte, ob meine Eindrücke noch stimmten – ja, sie stimmten noch und waren so, wie ich es erinnert habe. Mit dem Nuzn 48 konnte ich nun letzte Woche zwei Einheiten zu zwei respektive drei effektiven Stunden an zwei verschiedenen Tagen spielen. An beiden Tagen habe ich zunächst 1,5 Stunden systematisch mit einem Spieler trainiert, der beidseitig offensiv spielt und seit einigen Monaten eine Langnoppe auf der Rückhand ausprobiert, damit sehr gut umgeht, sodass ich verschiedene Spielertypen in einem Trainingspartner vereint hatte. Nach jeweils 1,5 Stunden systematischen Trainings habe ich dann gegen verschiedene Gegner meines Vereins gespielt.

Meine Erkenntnisse zum Nuzn 48 im Vergleich zum Nuzn 50 nach den zwei Trainingstagen:
Der Nuzn 48 behält im Vergleich zum Nuzn 50 die oben genannten für mich positiven Eigenschaften in ganz ausreichendem Maße. Ich fühle, dass es im Prinzip ein kleiner Bruder des Nuzn 50 ist, der leichter und gutmütiger zu spielen ist. Und tatsächlich, auch wenn ich mich jetzt wiederhole, sind bisher folgende Eigenschaften des Nuzn 48 sehr positiv für mich:
- Aufschlag
- Aufschlagannahme
- Kurz-Kurz
- spingeladene Topspins mit hohem Bogen, feste Topspins und alles dazwischen
- Kickblock und Gegentopspin, weil der Ball sehr exakt der Schlagrichtung folgt
- Konter, Block und Schuss, selbst wenn der ankommende Spin hoch ist. Die Empfindlichkeit auf ankommenden Spin ist gemessen am Spinpotential verhältnismäßig (ich finde: außerordentlich) gering.
- Schupf mit viel Spin

Und jetzt mein persönliches Highlight: Die Probleme, die bei mir mit dem Nuzn 50 zu häufigen Fehlern geführt haben, nämlich bei der Eröffnung und bei Notschlägen / „Löffelbällen“ waren mit dem Nuzn 48 deutlich gemildert. Ich habe wieder Bälle getroffen, bei denen ich mit dem Nuzn 50 verzweifelt war. Das ist mir schon nach dem ersten Trainingstag aufgefallen, aber innerlich habe ich mich geweigert daran zu glauben, denn als „ehemaliger“ equipment junkie mit völlig ausgeuferter Testeritis und einem Mikrooptimierungswahn war mir klar, dass ein erster Trainingstag noch nicht genug ist, um nahe an das zu kommen, was ich als meine fundierte Meinung bezeichnen könnte. Also ging ich erneut völlig euphorielos in den zweiten Trainingstag. Und das Ergebnis war: Es funktioniert alles noch ein bisschen besser als am ersten Tag. Bisher hatte ich bei der ganzen Materialtesterei häufig genug den Effekt erlebt, dass der erste Tag hui und der zweite pfui war, weil dann die Euphorie nachlies und die Realität kam. Beim Nuzn 48 war der zweite Tag noch besser als der erste.

Nach meinen ersten Eindrücken, die ich hier versucht habe möglichst knapp zu schildern, werde ich die Kombination weiter darauf prüfen, ob ich mit dem Tenergy 05 oder dem Nuzn 48 in die neue Saison gehe. Tatsächlich möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen, obwohl die Anzeichen positiv sind, denn im Vergleich zum Tenergy 05 sehe ich einen massiven Vorteil des Nuzn 48 darin, dass er so unempfindlich gegen ankommenden Spin ist und der Ball einfach viel deutlicher und berechenbarer in Schlagrichtung folgt. Das macht so viele Schläge leichter.
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Angriff ist die beste Beleidigung.
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