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Alt 08.02.2005, 09:58
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AW: Visuelle Wahrnehmung

Hi Falko

Irgendwie schon witzig, wie wenig Ahnung wir bezüglich unserer Wahrnehmung der Flugkurve haben! Ich muss es heute auch mal testen bei mir. Ich nehme an, dass ich zwar den Ballabsprung auf meiner Hälfte wahrnehme und dann direkt übergehen in die Wahrnehmung meines geschlagenen Balls auf der gegnerischen Hälfte. Das würde bedeuten, dass ich den eigenen und den gegnerischen Ballkontakt zu wenig wahrnehme.

Ich bin mir fast sicher, dass es einen Zusammenhang gibt, zwischen den unterschiedlichen Wahrnehmungen. Die zwei Paare, die irgendwie zusammenhängen wären:

1. Beobachtung des Ball eher auf der eigenen oder eher auf der gegnerischen Hälfte

2. Beobachtung eher der Flugkurve mit dem Auftreffen auf dem Tisch oder Beobachung eher der Schläger/Ball-Kontakte

Ich weiss aus Selbstbeobachtung nur eins, dass wenn ich mich zu stark auf den Ball/Schläger-Kontakt des Gegners konzentriere, ich eher passiv spiele. Ich habe mich jedoch für ein temporeiches Angriffsspiel entschieden und die These ist die, dass für ein solches Spiel der eigene Schläger/Ball-Kontakt in den Vordergrund treten sollte.

Die vier Phasen und deren mehr oder weniger starke Beachtung könnte durchaus auch was mit dem bevorzugten Spielsystem zu tun haben.

Die Umfrage müsste demnach erweitert werden auf die Angabe des Spielsystems der betreffenden Spieler.

Als Anregung nochmals ein Modell von mir:

1. Reines Defensivspiel verlangt die genaue Beobachtung des gegnerischen Schläger/Ball-Kontakts.
2. Variables Angriffsspiel verlangt die genau Beobachtung des ankommenden Balls und den Absprung auf der eigenen Hälfte.
3. Temporeiches Angriffsspiel verlangt die genau Beobachtung des eigenen Schläger/Ball-Kontakts.
4. Variables Passivspiel mit eigenen Angriffen verlangt die genaue Beobachtung vor allem des Ball/Tisch-Kontakts auf der gegnerischen Hälfte.

Sollte am Modell irgendwas wahres dran sein, dann würden die Defensivspieler tatsächlich mehr die gegnerische Seite beachten und die Angreifer eher die eigene Seite. Gleichzeitig steckt auch eine Schwäche jedes Spielsystems drin, denn die Defensivspieler haben zu wenig Sicherheit im Angriff, weil sie sich zu stark auf den Gegner konzentrieren und die Angreifer machen viele (unnötige) Fehler, weil sie zu wenig beachten, was auf der andern Seite geschieht.

Natürlich gibt es keines der oben genannten Spielsystem in Reinkultur. Jeder Angreiffer gerät auch mal in dei Verteidigung und jeder Verteidigung sollte auch mal angreiffen können. Letztlich macht es schon Sinn, alle vier Phasen zu beachten und sich das anzueignen.


Gruss
Martin
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Geändert von martinspin (08.02.2005 um 10:05 Uhr)
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