Zitat:
Zitat von Against All Odds
Ach ja, das gute alte Prinzip der beleidigten Leberwurst als politische Richtschnur:
"Wenn Frauen über Abtreibung entscheiden dürfen, dann will ich aber auch über die Wehrpflicht bestimmen, jawoll!" Das ist ungefähr so, als würde jemand sagen: "Wenn mein Nachbar über seine Lunge bestimmen darf, dann will ich aber auch über meinen Blinddarm abstimmen dürfen!"
Man fragt sich, ob da jemand ernsthaft glaubt, ein Schwangerschaftsabbruch sei das weibliche Pendant zur Wehrpflicht. Da könnte man auch sagen: "Wenn Frauen Kinder kriegen dürfen, dann will ich aber auch meine Prostata vergesellschaften dürfen!"
Natürlich darf man über Politik diskutieren. Natürlich darf man Meinungen haben. Aber wenn es um Abtreibung geht * also um den fundamentalen Eingriff in den weiblichen Körper * dann zu verlangen, Männer müssten hier gleichberechtigt entscheiden, ist in etwa so sinnvoll wie ein Vorschlagsrecht für Diabetiker beim Zahnersatz.
Und Bildungsreform? Justizvollzug? * Große Themen. Aber keines davon schreibt dir vor, was in deinem Uterus passieren soll. Es sei denn, du hast deinen Lebenslauf mit einem Witz über Judith Butler und einem Praktikum bei der Jungen Freiheit gewürzt * dann wird*s schwierig. 
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Entweder es dürfen alle mitreden oder man muss auf die (am Meisten) Betroffen hören - was gilt denn nun?
"Nur etwa sechs Prozent der Inhaftierten in Deutschland sind Frauen"
"Unter den Wehrpflichtigen von der Einführung bis zur Pausierung der Wehrpflicht waren 100% der betroffenen Soldaten Männer"
Von den Ergebnissen im Bildungsbereich wollen wir erst gar nicht reden, wie da systematisch diskriminiert wird - da ist sehr viel Handlungsbedarf. Man muss auf die Betroffenen hören