Zitat:
Zitat von Glücksball
Hatte ich das falsch verstanden? Setzt dem nicht das Nicht-mehr-gebraucht-werden mächtig zu?
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Er war ja trotzdem immer noch jeden Tag in der Firma - da sind dann eben die Kinder und Frau die neuen Ansprechpartner für alles und nicht mehr er. Bringt ja auch nichts, dort ein Potemkinsches Dorf extra dafür zu errichten, dass er beschäftigt ist. So ganz "Emotional Losslassen" konnte er wohl doch nicht, obwohl er ja anscheinend kognitiv verstanden hat, dass man ein Familienunternehmen ja nur weiterführen kann, wenn die nächste Generation irgendwann am Ruder ist.
Er hätte eben sich rechtzeitig ein neues Beschäftigungsfeld suchen müssen, in dem er sich ausleben und seine sozialen/emotionalen Bedürfnisse - die wir alle haben - befriedigen kann. Er könnte beispielsweise eine Stiftung oder einen Verein gründen (mit welchem Betätigungszweck auch immer) - und weiter die Vorträge halten, die er früher auch schon gehalten hat. Das Geld für andere Hobbies, wie z.B. eine Jagdpacht, hat er ja auch.
So wie ihm wird es vielen gehen, die auf einmal nicht mehr eine Funktion ausüben oder sich sehr über eine bestimmte Rolle identifiziert haben - alles menschlich.