Zitat:
Zitat von Zigeuner
Ob man mit persönlichen Anekdoten einen guten Gesamteindruck über die Leute bekommt ist immer die Frage. Mein Friseur ist Syrier...kenne genugend Ukrainer...
Also mein syrischer Kollege Achim Baklava (Name eingedeutscht zwecks Integration  ) ist einer der fleißigsten Personen die ich kenne. 2 durchschnittlich faule Deutsche = 1 Achim.
Und ein lustiger, korrekter Typ. Wäre das der Maßstab würde ich sagen unbegrenzte Zuwanderung und holt die ganze Sippe her, kein Problem. Mit Deutschland würde es aufwärts gehen. Bestimmt nicht mit so Versagern die Kinder anfahren usw.
Repräsentativ ist das aber nicht. Daher...keine Ahnung...ich überlasse wieder den Experten das Feld...bzw sich gegenseitig zerfetzen.
Blau und Grün, für mich persönlich beides nicht wählbar. Die grüne Reise war ja nicht sonderlich erfolgreich, da braucht man jetzt keine blaue Reise austesten nach dem Motto "wird schon nicht so schlimm werden".
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Zum persönlichen Eindruck- ist ja alles anektodisch.
Das liegt auch nicht an den Leuten, sondern an unserem System, weil man den Leuten gesagt hat "Du machst jetzt erst einmal deinen Sprachkurs, Wartezeit ein Jahr, und wenn du den im ersten Anlauf nicht bestehst, dann gibt's ein Dreiviertel Jahr später einen Wiederholungskurs. Und dann kann man ja immer noch schauen". Da sind dann die Leute den ganzen Tag zu Hause richten sich da ein, wissen wo man was bekommt, soziale Interaktion hauptsächlich mit Russischsprachigen - und merken das reicht eigentlich ohne dass ich dafür was machen muss. Gleichzeitig immer sehr fordernd auftretend, was einem zustehen würde und sehr viel Sozialneid auf andere Gruppen. Man war eben auch immer Flüchtling 1. Klasse im Vergleich zum Rest. Die Beteiligung dann im Sprachkurs bei den Meisten sehr überschaubar, gibt natürlich einzelne Ausreißer, die Ehrgeiz haben.
Man hat sich die Leute so erzogen und wundert sich dann.
So ein Verhalten könnte sich in der Ukraine keiner erlauben.
Hauptamtliche Mitarbeiter zwischen naiv, idealistisch und resigniert. Lebt eben auch eine ganze Sozial-Industrie davon. Ehrenamtliche entweder schon hingeworfen oder - wie ich ja auch - sehr verbittert.
Der Status-quo ist für mich eben einfach nicht mehr zu akzeptieren und ich möchte, dass sich was ändert.