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Zitat von jimih1981
Wer andere mit dem schlimmsten Label framt dass es in der deutsche Geschichte gibt verharmlost auch in gewisser Weise die Verbrechen der Nationalsozialisten.
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Ganz ohne Ironie: Ich stimme dir zu. Aber nicht jeder AfD-Kritiker schwingt automatisch die Nazi-Keule. Die Befürchtung, dass ein „Viertes Reich“ von deutschem Boden ausgehen könnte, halte ich für absurd. Selbst wenn Höcke regieren würde, könnte er nicht das wiederholen, was Hitler umgesetzt hat oder umsetzen wollte.
Dass es der Partei dennoch nicht gelingt, in breiten Bevölkerungsschichten glaubwürdig ein bürgerliches Antlitz zu wahren, ist letztlich ihre eigene Schuld. Libertäre Köpfe wie Lucke, Petry und Meuthen sind daran gescheitert, die AfD von ihrer völkischen Ausrichtung abzubringen. Weidel hat daraus ihre Lehren gezogen – und im Wahlkampf teilweise das Vokabular der Rechtsextremisten innerhalb der Partei übernommen, etwa den Begriff „Remigration“.
In Nordrhein-Westfalen wird der um einen politisch gemäßigteren Kurs bemühte AfD-Landeschef Martin Vincentz von prominenten Rechtsextremisten in der Partei bekämpft – darunter Mathias Helferich, der sich selbst als „das freundliche Gesicht des NS“ bezeichnet. Ausschnitt aus einem Spiegel-Artikel dazu:
Zitat:
Vor ein paar Tagen schrieb Matthias Helferich auf X, dass die »Vincentz-Dämmerung« beginne. Er teilte auf der Plattform eine Umfrage, in der Nutzer beantworten sollten, für wen sie sich eine »führende Rolle« im NRW-Landesvorstand wünschen. Helferich erhielt die meisten Stimmen.
https://www.spiegel.de/politik/afd-i...9-3abca86edebb
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Vorausgegangen war die Absetzung von Vincentz’ Vertrautem Kris Schnappertz als Fraktionssprecher. Ihm wurde eine Intrige gegen den stellvertretenden Landeschef der NRW-AfD, Sven Tritschler, nachgesagt.
Am Ende setzen sich in der AfD nicht die gemäßigten Kräfte durch, sondern jene, die sich von den völkischen Denkern in der Partei nicht distanzieren – oder selbst diesem Gedankengut anhängen.