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Alt 20.08.2025, 13:48
Ballonverteidiger Ballonverteidiger ist offline
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AW: Donic BlueGrip J1, J2 und J3

Nach einer längeren Forums-Auszeit melde ich mich mal wieder mit einem Testbericht. Zu den Bluegrip J-Belägen ist es bislang recht still geblieben. Hier meine Eindrücke:

Testbericht: Donic Bluegrip J1, J2, J3, C2

In den vergangenen zwei Monaten habe ich die komplette Bluegrip J-Serie (J1, J2, J3) sowie den Bluegrip C2 getestet. Getestet wurden die Beläge auf dem Tibhar MK Carbon und dem Butterfly Ovtcharov Innerforce ALC. Spielniveau: ~2150 TTR

Vergleich: Bluegrip J1 (55°) vs. Bluegrip C2 (55°)
Dem Statement von TShoch3 einige Beiträge weiter oben kann ich mich anschließen.
Der J1 besitzt im Vergleich zum C2 ein flexibleres Obergummi sowie eine andere Noppengeometrie und spielt sich dadurch etwas weicher und mit mehr Feedback. Während man beim C2 die 55° Härte im Anschlag deutlich spürt, wirkt der J1 vom Spielgefühl her etwa 2-3° weicher. Durch den direkteren Anschlag und die kompaktere Auslegung kommt der C2 dem Spielgefühl eines DHS Hurricane 3 deutlich näher als der J1. Der J1 wiederum bietet im Gegenzug mehr Dynamik und eine insgesamt leichtere Spielbarkeit.

Von der nominellen Schwammhärte (J1=55°, J2=52.5°, J3=50°) sollte man sich daher bei den Bluegrip J-Belägen nicht abschrecken lassen.

Ist das Obergummi klebrig?
Eine „Chinese Special Stickiness" konnte ich nicht feststellen. Die Bluegrip J-Beläge sind nicht klebrig, aber sehr griffig – mit einem leicht dämpfenden Effekt, wie man ihn von anderen Hybrid-Belägen bereits kennt. Damit qualifizieren sie sich klar als Hybride, aber nicht als „klebrige Beläge“. Der Schwamm ist feinporig.

Gewicht
Positiv: Im Vergleich zu den Bluestar A-Belägen und dem Bluegrip C2 fallen die Bluegrip J bei gleicher Schwammhärte etwas leichter aus. Gewichts-Angaben geklebt und zugeschnitten auf Tibhar MK Carbon:
J1: 52g | C2: 54g
J2: 50g | A1: 53g
J3: 48 g | A2: 50g

Dynamik, Kontrolle & Spin
Die J-Beläge spielen sich insgesamt dynamisch – deutlich lebendiger als Tibhar Hybrid MK und MK Pro, dabei jedoch kontrollierter und weniger explosiv als die Bluestar A-Serie. Ihre Flugkurve ist etwas kürzer als bei den Bluestar A-Belägen, was sich positiv auf die Kontrolle auswirkt. In Sachen Spin ermöglichen die J-Beläge durch die hohe Griffigkeit rotationsstarkes Spiel, erreichen aber nicht das maximale Spin-Niveau echter klebriger, chinesischer Beläge.

Spieleindrücke
Die J-Beläge vermitteln ein angenehmes Spielgefühl und Feedback: Vor allem bei J2 und J3 schätze ich das Potenzial als gut abrufbar ein.
• Am Tisch: Besonders im Kurz-Kurz-Spiel und beim Rückhand-Bananenflip verspüre ich viel Sicherheit. Durch die längere Ballkontaktzeit lassen sich Rotation und Richtung präzise steuern.
• Halbdistanz: Genügend Dynamik und Katapult vorhanden, um auch aus der zweiten Reihe Druck zu machen.
• Passivspiel: Stabil im Block, die kürzere Flugkurve und der dämpfende Effekt erhöhen die Kontrolle. Weniger reaktiv auf ankommenden Spin als die Bluestar A-Serie oder der Tibhar Hybrid K3 – was meine Eigenfehlerquote im Rückhand-Blocken spürbar reduziert. Auch aktives Übernehmen lässt sich effektiv spielen, ohne dass mir die Bälle durch überschießenden Katapulteffekt und eine hohe Flugkurve über den Tisch gehen.

Haltbarkeit
Wie bei anderen Hybrid-Belägen sammeln sich Ballabdrücke schnell auf dem Obergummi. Das wirkt sich auf die Spieleigenschaften und die Griffigkeit aber nicht unmittelbar aus. Die Haltbarkeit liegt im Bereich der Bluestar-Serie und ist für mich persönlich akzeptabel. Wer besonders langlebige Beläge sucht, wird hier allerdings nicht glücklich werden. Angesichts des vernünftigen Preises (UVP 59,90 €) und der möglichen Rabatte stimmt für mich aber das Preis/Leistungsverhältnis bei den Bluegrip J-Belägen.

Fazit
Die Bluestar A-Serie bietet nach wie vor mehr maximale Leistung, Dynamik und Power – ideal für meine Vorhand. Die Bluegrip J-Beläge überzeugen hingegen mit höherer Kontrolle und gemäßigtem Katapult – für mich eine gute Wahl auf der Rückhand, wo ich nun deutlich sicherer und effektiver agieren kann. Sie stellen keine bahnbrechende Innovation im Bereich der Hybrid-Beläge dar, dennoch wirkt das Gesamtpaket mit seinen ausgewogenen Spieleigenschaften in Bezug auf Tempo, Spin und Kontrolle stimmig. Neben den Bluestar A-Belägen bilden die Bluegrip J-Beläge eine sinnvolle Ergänzung: moderater im Handling und leichtere Abrufbarkeit des Potenzials.

Durch das aggressive Marketing rund um Zhang Jike bin ich gespannt, wie die J-Beläge in Asien aufgenommen werden, zumal dort andere Maßstäbe gelten und der Vergleich eher mit klassischen, klebrigen Belägen wie dem Hurricane 3, den ZJK während seiner aktiven Zeit erfolgreich gespielt hat, erfolgen wird.

Meine aktuelle Kombi:
• Holz: Tibhar MK Carbon - seit 4 Monaten
• Vorhand: Bluestar A1 (52,5°) – seit 18 Monaten
• Rückhand: Bluegrip J2 (52,5°) – ersetzt Bluestar A2 (50°), den ich die letzten 12 Monate gespielt habe
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