Zitat:
Zitat von ElPlautz
Und wenn es dich wirklich interessiert:
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Interessiert nicht.
Man muss zwischen den verschiedenen Nutzern differenzieren. Einige glauben wirklich, dass die AfD eine bürgerliche Partei ist, während andere wissen, dass dies nicht der Fall ist, sich aber in ihrer Protestblase wohlfühlen. Es ist schließlich einfach darzulegen, dass diejenigen, die im demokratischen System regieren, Entscheidungen treffen, die bei vielen gesellschaftlichen Gruppen auf Ablehnung stoßen. Die eigentliche politische Frage in diesem Thread ist jedoch eine andere: Würden wir besser regiert werden, wenn die AfD an der Macht wäre? Meine Antwort lautet: Nein, weil die Partei im Grunde unsere freiheitlich-demokratische Verfassung nicht wahren würde. Die Gewaltenteilung und Gewaltenverschränkung würden unter ihrer Herrschaft geschwächt, und die Medien könnten nicht mehr so frei wie bisher über Missstände berichten. Dies passiert schließlich überall dort, wo Nationalisten regieren, sei es in Russland, in der Türkei oder nun auch in den USA. Hinzu kommt, dass sich die AfD ideologisch nicht ausreichend vom neonationalsozialistischen Denken distanziert und einige ihrer bedeutenden Vertreter davon beeinflusst sind.
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Zitat von Danielson
Und dass sie von einem Großteil des Volks als nicht normale bürgerliche Partei wahrgenommen wird, daran ist die AfD selbst schuld. Sie ist nicht Opfer irgendwelcher Kampagnen, sondern ihrer eigenen Politik und ihrer Politiker.
Die Partei pflegt ein ambivalentes Verhältnis zum Dritten Reich: Alexander Gauland bezeichnete diese Zeit als „Vogelschiss der Geschichte“, Alice Weidel sprach vom „deutschen Schuld-Kult“, und Björn Höcke nannte das Holocaust-Mahnmal in Berlin ein „Denkmal der Schande“ – der Hinweis, dass dies ursprünglich ein Augstein-Zitat war, ändert nichts an der Wirkung. Hinzu kommt Weidels Behauptung im letzten Wahlkampf, der Nationalsozialismus – dem auch Sozialdemokraten und Kommunisten zum Opfer fielen – sei eine „linke Bewegung“ gewesen.
Björn Höcke als führendes Mitglied fiel nicht nur mit einer NS Parole wie „Alles für Deutschland“ auf, sondern ließ durch sein gesamte Rhetorik eine ideologische Nähe zum Nationalsozialismus erkennen. Er bedient sich dabei unter anderem klassischer NS-Begriffe wie „Entartung“ oder „Volksverderber“.
Darüber hinaus hatten oder haben zahlreiche AfD-Mitglieder nachweislich enge Kontakte zu Neonazi-Gruppierungen wie der NPD-Jugend oder „Blood & Honour“.
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