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Zitat von mithardemb
Das Äquivalenzprinzip gilt nicht generationenübergreifend. Wenn man jetzt neue "Geldquellen" für die RV gewinnen würde, dann wäre der Druck länger zu Arbeiten oder das Rentenniveau abzusenken geringer. Wenn dann die Berufsgruppen mit hohen Ansprüchen später ins Rentenalter gingen, müsste man diese Stellschrauben ändern.
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Bei der Erhöhung des Renteneintrittsalters muss man sehr lange Übergangszeiten einplanen. Damit müsste man dann anteilig schon sehr bald anfangen, wenn man spätere hohe Ansprüche einfangen will. Es ist außerdem eine sozial schiefe Rentenkürzung durch die Hintertür.
Bei der Senkung des Rentenniveaus hat man das Problem, dass man nicht nur die hohen Ansprüche senken kann, sondern nur gleichmäßig alle. Damit stößt man immer mehr Rentner in die Grundsicherung, was weder die Rentner, noch ggf. deren Nachkommen zu schätzen wissen. Dafür braucht man dann aber auch keine weiteren Berufsgruppen zu integrieren. Die Rente senken könnte man jederzeit. Das ist halt sehr unpopulär, bei der größten Wählergruppe (Ü50).