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Alt 16.02.2005, 16:04
Flachschupfer Flachschupfer ist offline
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AW: Würzburger Spieler massiv bedroht

Zitat:
Zitat von Balian
Auch wenn's reichlich offtopic ist, das kann man so nicht stehen lassen. Sicherlich gibt es genügend Beispiele bei denen die südeuropäische Begeisterungsfähigkeit und Emotionalität ins negative umgeschlagen ist. Aber zumeist bleibt dies in einem Rahmen, der deutlich unter der Gewaltschwelle liegt, die wir in unseren Breiten erleben.

Einige Beispiele gefällig:

- was haben denn die friedlichen zumeist norddeutschen "Fußballfans" in Lens anno 1998 bei der Fußball-WM veranstaltet

- welche "Hooligans" zeichnen für die größte Tragödie im europäischen Fußball anläßlich des Europacup-Endspiels im Brüsseler Heysel-Stadion verantwortlich (Liverpooler Fans)

- warum haben englische Klubs in den 80er Jahren freiwillig auf die Europapokalteilnahme verzichtet
Alles nichts schönes, vorsichtig ausgedrückt - alles Dinge, die aber mittelbar mit dem geschehen "auf'm Platz" wenig zu tun haben und für die der Sport bzw. die Sportler/der Verein an sich nix kann. Die englischen Klubs habe übrigens AFAIR nicht verzichtet, sondern wurden gesperrt; Liverpool noch ein/zwei Jahr/e länger. IMO übrigens auch ein Unding.

Zitat:
- Klubs wie Feyenoord Rotterdam oder auch der PSV Eindhoven aus unserem westlichen Nachbarland Holland haben ebenfalls viel für ihren schlagkräftigen Ruf getan

- der jahrelange Schrecken der deutschen Bahn waren die sogenannten Hertha-Frösche, die mindestens ein halbes Dutzend Sonderzüge vorzeitig der Verschrottung zugeführt haben
Und tun es noch, an die hatte ich zugegebenermaßen nicht gedacht - aber das sind nur Holländer und die leben so beengt hinterm Deich . Im übrigen gehören die Holländer aber zumindest bei den Nationalelfauftritten ja auch zu den friedlicheren; zumindest hab ich da jetzt keine negativen Erinnerungen wie Lens. :confused:
Ich glaube die Fanbearbeitung durch die deutschen Vereine trägt aber inzwischen Früchte; die Hertha-Frösche kenne ich auch noch, aber aktuelle Beispiele gibt's glaube ich nicht mehr. An richtige Randale kann ich micht nicht mehr erinnern, weiß aber natürlich, dass es die gab (A. Maleika ist auch mir ein Begriff) - darunter fasse ich nicht die normale Wirtshausbackpfeifen. Hier herrscht nach meinem Dafürhalten absolute Spaßgesellschaft; da ist keiner mehr an dieser Kacke interessiert (abgesehen vom braunen Bodensatz, der aber konsequent geschnitten und nicht akzeptiert wird - sehen wir von Freiburg-Mainz dieses Jahr ab, da fehlt's vielleicht am Vereinsengagement). Die Polizei beim Berliner Pokalfinale war jedenfalls überrepräsentiert.

Zitat:
- jeder Südamerika-Auftritt des deutschen Tennis-Daviscup-Teams war verglichen mit dem Haßausbrüchen in Hartford, Connecticut (in Neuengland, dort wo die USA am europäischsten ist) eine nette Samba-Partie

usw. usw.. Vergleichbare Ausbrüche von Gewalt in dieser Intensität in italienischen und spanischen Stadien mit Toten und Verletzten gibt es trotz aller unschönen Szenen verhältnismäßig selten.
Da bleiben wir uns wohl gegenüber stehen; meine Erinnerungen sind da andere; vielleicht Sieggetrübt . Die Auftritte gg. Courier & Co kenne ich nicht.
Fakt ist, dass es in Italien ständig Randale, und zwar richtige, gibt, ob Tote und Verletzte interessiert mich schon nicht mehr. Darüber hinaus auch noch die Nummer mit Frisk - klassisch. Im übrigen gibtst Du ja selber zu, dass da was im argen liegt - wenn auch nur "selten"

Zitat:
Also bitte vorsichtig mit einseitigen Schuldzuweisungen. Meistens gibt es genügend Dreck vor der eigenen Haustür.

Und vielleicht noch ein Hinweis aus meiner Erfahrung mit spanischen Geschäftspartnern: genauso wie uns manchmal der übertriebene Stolz und die Emotionalität von Spaniern auf den Wecker gehen mag, genauso wenig Verständnis gibt es dort für die Regelungswut und die Paragraphenreiterei der Deutschen. Das sind halt die berühmten Mentalitätsunterschiede und der sollte sich jeder, der auf internationaler Ebene agiert, bewußt sein.
Regelungswut und Paragraphenreiterei haben noch kein blaues Auge verursacht und sorgen auch nicht für verletzte Schiris und Funktionäre.

Worum es mir geht: Die "Spanier" entfachen das Feuer - und dann schüren sie es und zwar vorsätzlich; nicht nur im Rahmen zur sportlichen Begegnung, in der (Vor-)Berichterstattung, sondern auch während der Partie, mit allen denkbaren illegalen Mitteln, bspw. dieser Spinner Roberto Carlos - was für ein mieser Wixer. Passend dazu diese Nummer: Einfach nicht die Regeln akzeptieren wollen und hinterher 'rummosern, statt sich über eine 2. Chance zu freuen. Statt dessen lässt man das Spiel gar nicht erst zu stande kommen - großes Kino, großer Sport.
Hat sich schon mal jemals ein direkt am Sport oder Verein beteiligter Sportler oder Funktionär aus deutschen Landen so Verhalten, wie in Valencia bspw. beobachtet ? Der Drops war doch gelutscht, das Ausscheiden kann man hinnehmen wie ein Mann - Memmen. So hat sich das ganze doch erst richtig hochgeschaukelt und genau das passiert da unten ständig.
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