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Alt 17.02.2005, 01:14
JanMove JanMove ist offline
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AW: Kantentreffer beim VH-Topspin

@ martinspin

Sagen wir es mal so. Ich hab keine Angst mit der Rückhand zu spielen, und in der Tat bin ich im Passivspiel auf der RH-Seite klar besser. Da ich sowieso nicht der schnellste bin, habe ich mir aktiv das Umlaufen auch so ziemlich abgewöhnt und spiele konsequent fast bis zur Hälfte des Tisches alles mit der Rückhand (passiv und über dem Tisch teilweise sogar mehr als 50%). Hinzu kommmt, dass viele Rechtshänder vor der Linkshändervorhand Angst haben und dann sowieso vermehrt in die Rückhand spielen. (Ist Dir übrigens aufgefallen, dass wir am Sonntag drei Linkshänder im Team waren?)
Meine Geschichte ist übrigens folgende. Ganz, ganz früher konnte ich überhaupt nicht vernünftig angreifen, sodass ich fast nur Schupf, Konter und Block spielen konnte. Bei den Herren hat das nicht mehr gelangt, und ich hab mir quasi selber den VH-Topspin beigebracht. Der war aber Bein-technisch völlig falsch (falsche Gewichtsverlagerung), sodass ich oftmals mit starker Rückenlage zog. Deswegen sind die Dinger auch schon immer recht langsam und spinnig gewesen, dafür aber recht kraftlos! Das ist u.a. einer der Gründe, warum ich gegen Unterschnitt viel besser ziehen kann als gegen Ueberschnitt. Mit dem Beinarbeitsproblem hab ich auch heute noch zu kämpfen, habs mir aber in den Lehrgängen versucht mühsam umzugewöhnen.
Den RH-Topsin (und auch die Verbesserung meiner RH-Blocktechniken) hab ich mir dann vor ein paar Jahren auch auf den Lehrgängen beibringen lassen. Diesen Schlag hab ich aber von Grund auf richtig gelernt, sodass er prinzipiell technisch besser und auch druckvoller ist. Im Match gegen gleich starke oder bessere Gegner traue ich mich zwar noch nicht so oft aber immer öfter diesen Schlag einzusetzen.
Schlussendlich bin ich vom passiven Allroundspieler im Laufe der Zeit zum Topspinangreifer mutiert, wobei ich im (überdurchschnittlichen) Passivspiel immernoch von früheren Zeiten stark profitiere. Insgesamt würde ich sagen, dass ich schon mit der Vorhand sicherer ziehen kann, dafür bin ich mit der Rückhand viel variabler, da dort eigentlich alle Schläge bei mir zum Zuge kommen.

Ah ja, es ist erstaunlich wie weit man mit reinen Rotationstops kommen kann, und wieviel Mühe manch starker Spieler auch mit solchen Murmelbällen hat. Unangenehm sind wirklich die, die damit keine Mühe haben und auf die Idee kommen, die Dinger einfach abzuschiessen. Da wird's für mich taktisch immer sehr schwierig, ein gutes Konzept dagegen zu finden!

Gruss & gute Nahct,
JanMove
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