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AW: Belagverschleiß: Welche Indizien?
Einer versteht nicht, warum man jedes Jahr neue Beläge braucht, ein anderer nicht, wie man damit ein ganzes Jahr spielen kann...
Tischtennis ist ein Sport, der permanente Anpassung erfordert. An andere Tische, Bälle, Luftfeuchtigkeit, Boden. Ach ja, Material der Gegner gibt's auch noch... Solange diese Anpassungen um Größenordnungen stärker sind, sehe ich bei GLEICHMÄßIGER Abnutzung oder Alterung eines Belages das Argument "will eine Anpassung meiner Technik vermeiden" nicht als schlagendes Argument. Übrigens haben Beläge auch Fertigungstoleranzen, die sich auswirken. Wenn dann Leute jedes Jahr auch noch ausgiebig verschieden Beläge testen, wird das Argument noch mehr ad absurdum geführt.
Irgendwann ist der Effekt aber ungleichmäßig. Man sieht, wo die Bälle hauptsächlich gespielt werden. Auch bekommt man in den Ball nicht mehr so viel Qualität. Jeder wird hier eine andere Schmerzgrenzen haben.
Ich für mich mache es so: Kurz vor Start der neuen Saison gibt's neue Beläge. Im April ist die Saison rum. Die Beläge haben deutliche Abnutzungsspuren (ca. 6 Std/Woche intensives Training plus Spiele. Da ich über den Sommer keine Turniere mehr Spiele, nutze ich die Beläge weiter im Training, aber "tune" sie mit etwas Rapsöl alle paar Wochen. Das hält den Grip noch eine ganze Weile auf einem "vernünftigen" Niveau.
Zur neuen Saison bleibt der Schläger wie er ist als Ersatzschläger oder Zuspielschläger für Balleimer-Übungen. Die neuen Beläge kommen auf das zweite Holz, das auf die gleiche Frequenz selektiert ist und sich nur um 1g unterscheidet. Diese Methode sorgt auch dafür dass beide Hölzer gleichmäßig altern.
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