Automatisch machen sich Spieler Sorgen, Punkte zu verlieren. In Frankreich bekommt im Duell zweier gleichstarker Spieler der Sieger 8 Punkte, der Verlierer verliert nur deren 4.
Am Ende jeder Halbsaison werden jedem Spieler die durchschnittlich pro Spieler erspielten Punkte abgezogen, damit die Gesamtsumme wieder stimmt.
Das motiviert natürlich, möglichst viele Spiele und Turniere zu absolvieren. Wenn ein Verlierer soviel Punkte verliert, wie der Sieger gewinnt, was ist die natürliche Reaktion ?
Ein Spieler, der sich in der letzten Zeit viele Punkte erspielt hat, verzichtet im Zweifelsfall lieber auf Turniere und Ranglisten, wenn nicht sogar auf Punktspiele, wenn diese vom Tabellenstand her nicht mehr wichtig sind oder wenn der Spieler nicht in Form ist. Spieler, die ab und zu ein Spiel machen, hätten Hochkonjunktur.
Nicht gerade gut für unseren Sport.
Ausserdem werden die Vorteile von "Vielspielern" durch den niedrigeren Koeffizienten bei Turnieren eingedämmt. Der Koeff von Ranglisten, in F höher als der von Punktspielen, trägt zu deren überragender Beliebtheit bei. In Deutschland ist der Stellenwert der Rangliste nicht annähernd so hoch.
Im Endeffekt stehen ohnehin die weit vorne, die eine hohe Gewinnquote erzielen. Ein paar Spiele mehr oder weniger ändern nichts daran, denn Verlustpunkte müssen trotzdem erst einmal wieder hereingeholt werden.
Gruß
René