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AW: Schupfen will gelernt sein!
Ich bin ja nun weiss Gott ein Verfechter des offensiven Spieles, arbeite bei Anfängern -individuell angepasst- also auch mit Konter/Topspin als Hauptschlagart. Ich finde aber, das "andressierte" Spiel muss zur Persönlichkeit und den individuellen Fähigkeiten des Kindes passen.
Da fällt es schon auf, dass einzelne Kinder, obwohl TS- und Konter-geschult, im Wettkampf lieber passiv und vorsichtig spielen, in Entscheidungs- Situationen lieber Angst haben und nicht angreifen wollen. Meist sind das dann die Kinder, die auf keiner höheren Rangliste auftauchen, aber auch ihren Beitrag zahlen und ein Anrecht auf individuelle Förderung haben.
Es würde wenig Sinn machen, sie von aussen zu offensiven Spielzügen zu zwingen, also lasse ich sie schupfen und das so erfolgreich wie möglich.
Zum ersten, weil auch diese vielleicht weniger talentierten Kinder ein Anrecht auf Erfolgserlebnisse haben, und zum zweiten, weil sich daraus ein Abwehrspieler mit Perspektive entwickeln könnte.
Bei allen anderen, also den vorwiegend offensiv orientierten Spielern, steht Schupftraining auch auf dem Programm, aber an nachgeordneter Stelle. Wenn z.B. der RH-Topspin oder RH-Flip als Eröffnung noch nicht sicher genung funktioniert, darf er den Ball auch mal zurückschupfen, ohne deswegen gleich ein schlechtes Gewisssen zu bekommen. Dazu muss er es natürlich auch können, und deswegen üben wir es manchmal.
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Große Leuchten (Sonnen) brennen schnell und sehr hell, aber meist nicht sehr lange (ein paar mio Jahre). Zum Glück bin ich nur ein kleines Licht
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