Ich will die Architekturwahl hier gar nicht pauschal infrage stellen. Für jeden Ansatz lassen sich Pro- und Kontra-Argumente finden. Allerdings sehe ich mit Blick auf die Performance mindestens
Optimierungspotenzial.
JavaScript-Frameworks (wie hier Remix) bringen oft die Gefahr mit sich, viel "Overhead" mitzuschleppen – der mitgelieferte Funktionsumfang übersteigt häufig das, was für den konkreten Anwendungsfall wirklich nötig wäre. Das ist in der modernen Webentwicklung leider ein verbreitetes Phänomen.
Technisch bewegen wir uns hier im Bereich Client-Side-Rendering (bzw. Hybrid). Um nicht zu weit auszuholen und mit Buzzwords um mich zu werfen, probiere ich dein schönes Beispiel mit dem Essen zu adaptieren:
Der klassische Weg (altes MyTT): Das ist wie in einem klassischen Restaurant. Du bestellst ein Gericht. In der Küche (Server) wird alles fertig zubereitet, auf dem Teller angerichtet und dir serviert.
Der Punkt ist: Du siehst nie die einzelnen Zutaten oder Töpfe. Die Zutaten bleiben in der geschlossenen Küche, bis sie als fertiges Endprodukt zu dir kommen. Deshalb brauchst du keinen direkten Zugriff auf die "Vorratskammer".
Der neue Weg (myTT / Remix): Das ist eher wie ein Raclette oder Fondue direkt an deinem Tisch. Du bekommst das "Gerät" (die Struktur der Webseite) hingestellt, aber das Kochen passiert quasi direkt vor deiner Nase im Browser.
Der Unterschied: Damit das funktioniert, muss der Kellner die rohen Zutaten (die Daten) aus der Küche durch den Gastraum zu dir an den Tisch bringen.
Diese "Zutaten-Lieferung" ist das, was du als öffentliche Schnittstelle siehst. Der Browser muss beim Server (Küche) nachbestellen können: "Hey, ich brauche mehr Pilze (Daten für Tabelle XY)!"
Weil das "Kochen" (der Aufbau der Ansicht) also bei dir im Browser passiert und nicht versteckt auf dem Server, müssen die Daten zwangsläufig über eine offene Leitung zu dir transportiert werden. Das ist architektonisch so gewollt, damit sich die Seite
(eigentlich) flüssiger anfühlt.
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Manchmal sind sich aber "die Restaurants" gar nicht so bewusst, dass sie jetzt plötzlich auch Raclette oder Fondue anbieten. 