Danke für deine umfangreiche Antwort! Das liest sich interessant.
Zitat:
Zitat von EniPower
Warum war ich so konkret? Weil ich einen Hang zu Analytik und Methodik habe, sehr viel getestet habe, mir umfangreiche Notizen, Tabellen, Übersichten angelegt habe, um daraus meine ganz persönlichen Schlüsse zu ziehen und ggf. auf Nachfrage darauf zurückgreifen kann.
Nicht mehr und nicht weniger.
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Übrigens... deine Punkte zu veränderter Wahrnehmung aufgrund des Fortschritts, der Hölzer usw. sind alle valide. Dennoch versuchen wir aus den Erinnerungen, Notizen usw. unsere Empfinden wiederzugeben. Ich vermute mal, das trifft auf die meisten zu :gruebel
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Gerade weil du als Neu-/Wiedereinsteiger aufgrund von mir angenommenen Lernfortschritten in der Technik wohl stärkeren Veränderungen deiner Fähigkeiten ausgesetzt sein dürftest als jemand, der bereits seit Jahren dabei ist und sich um die 1600 TTR-Punkte herum bewegt, bist du als "Messinstrument" vermutlich nicht so geeicht wie bspw. ein Thermometer in einer Labor-Testreihe. Mit Hang zu Analytik und Methodik läge es nachgerade nahe, mitunter vor einiger Zeit angespieltes Material nochmals in die Hand zu nehmen und entlang deiner ausgiebigen Notizen das Augenmerk darauf zu legen, ob und inwiefern sich seinerzeit getätigte Einordnungen eventuell heute anders darstellen.
Du unterstreichst nochmal, dass du betont hast, lediglich dein eigenes Empfinden wiederzugeben. Das ist natürlich klar, denn wie könnte es auch anders sein? Abschließend versuche ich auch nochmals zu unterstreichen, was ich oben u.a. ausgedrückt habe: Ich spiele seit etwas über 1,5 Jahren den gleichen Schläger. Im Laufe der Zeit nehme ich den Schläger anders wahr, bedingt durch Fortschritte in meiner technischen Entwicklung. Ein Schläger aus dem Vereinsbestand, den ich vor einem Jahr als wesentlich zu schnell und zu schlecht kontrollierbar eingeordnet habe, stellt sich mir heute ebenfalls ein bisschen anders da. Ergo: Ich, als Spieler in der Entwicklung, bin ein "Messinstrument", dessen Skala und Sensibilität sich in gewisser Weise im Zeitverlauf verschoben hat, weshalb ein Messwert von vor 12 Monaten heute unter Umständen nicht replizierbar ist und sich nun eventuell anders darstellen würde. Meine These ist weiterhin, dass diese Verschiebung in der Wahrnehmung kleiner wird, je länger man dabei ist und je sicherer/reproduzierbarer die eigenen Schläge sind, je gereifter Technik und Spielvermögen sind.
Nein, ich möchte damit gewiss nicht suggerieren, dass Leute mit weniger als jahrelanger Erfahrung im Tischtennis, weniger als 1600 TTR-Punkten oder weniger als 6 Monaten an Spielerfahrung mit einem konstanten Setup an Schläger/Belägen keine Vergleiche anstellen können oder über ihre Erfahrungen berichten.