Zitat:
Zitat von Trillian
Vielleicht war auch einfach ein junger Dirk deutlich motivierender als es ein fast 60-Jähriger ist.
Wir haben damit kein Problem. Spaß am Tischtennis zu vermitteln, ist aber auch wichtig.
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Das kann durchaus sein...
Kann vielleicht auch daran liegen, dass wenn man weiß, die haben alle Bock zu trainieren , dass man dann auch selber bereit ist mehr zu geben und wenn man sich umdreht und die machen was anderes als sie solen, dass man dann irgendwann auch keinen Bock mehr hat die zu motivieren.
Wie man in den Wald....
Das es in eurem und einigen anderen Vereinen besser läuft heißt ja nicht, dass es bei der großen Mehrheit aller Vereine und Jugendlichen auch so sein muss. Vielleicht habt ihr glücklicherweise Jungs, die leicht zu motivieren sind oder eben besonders gute Trainer, die das auch bei schwierigen hin bekommen...oder vielleicht auch mehrere TRainer, wo die einen gut mit den "wiligen" können (Priorität auf Technik Taktik usw) die man nicht motivieren muss und andere können gut motivieren und kümmern sich dann um die anderen....wer weiss das schon. Vielleicht haben in anderen Vereinen die Kids eine geringere Grundmotivation oder die anderen Trainer machen was falsch.
Ich weiß nur, dass die Mehrzahl der Trainer (auch die die jetzt zwischen 20 und 30 sind) mit denen ich gesprochen habe, die gleichen "Probleme" haben einen Großteil der Kids in der Halle zum Systemtraining zu bewegen oder wie du sagst zu motivieren. Und die Kids sagen dann auch oft ganz klar:
Wenn ich hier diese blöden Übungen spielen muss,höre ich auf oder gehe in den Nachbarverein, da gibt es sowas nicht.
Das ist sicher eine große Frage, was die Aufgabe eines TRainers sein sollte bzw wo soll er am meisten Zeit investieren.
Die zu motivieren die eigentlich keine Lust haben oder die zu trainieren die wollen. Wenn man genug Trainer und Zeit hat um beides zu machen super.
Wenn man aber nur einen Trainer hat und wenig Trainingszeit 2 mal die Woche 2 Stunden...was mach ich dann. Lauf ich dann 80% der Zeit den "unwilligen" nach sprech mit denen ausgiebig und guck dass die alles gut machen und kümmere mich nur 20% dann um die die wollen???
Oder leg ich 95% in das Training mit denen die Bock haben und lass die "unwilligen" einfach spielen. 5% der Zeit Aufwand um zB ein Turnier da anzuleihern oder ab und zu Wechsel anzusagen?
Ich denke da haben Leute die motiviert sind und besser werden wollen das Recht das man sich um sie verstärkt kümmert...Denn sonst denken die doch guck mal der kümmert sich mehr um die die keinen Bock haben also mach ich auch Mist dann hab ich seine Aufmerksamkeit.
So ist meine Ansicht. Kann aber jeder gerne machen wie er will und wenn er damit Erfolg hat ist doch super.
Vielleicht war es ja dann nicht nur für mich sondern auch für die Kids besser dass ich nichts mehr mache. Ich wollte mich einfach gerne auf die konzentrieren, die meine (sportliche) Hilfe brauchten und nicht mehr denen nachlaufen die meine Hilfe nicht wollten.
Die letzten beiden Trainerstationen waren auf Bitte der Jugendwarte, die ich kannte und auch da hab ich dann nur die Gruppe genommen mit denen die auch wollten und um alle anderen haben sich dann die anderen Trainer gekümmert (bemerkenswerter Weise waren die noch älter als ich).
Das war mit ca 50 Jahren.
Aber jeder hat da eine andere Ansicht und andere Vorgehensweisen. Und was bei der einen Gruppe und dem einen Trainer klappt kann bei der anderen Gruppe oder einem anderen Trainer schief gehen.
Daher sind meine "Empfelungen" auch kein Universalkonzept, das immer passt. Ich sehe es eher als Denkanstoss zb für den Threadersteller über das man mal nachdenken kann und überlegen ob es auf ihn und seine Gruppe passen könnte