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Alt 15.12.2025, 23:10
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Wolf11 gab in der Vergangenheit leider sehr oft Anlass zur Kritik (Renommeepunkte mindestens -40)
AW: WTT Finals 2025 (10.12. - 14.12.2025, Hong Kong, CHN)

Zitat:
Zitat von Matz0r Beitrag anzeigen
Hm. Komisch. Bis vor ein paar Wochen wäre ich d'accord mit deiner Ansicht. Aber Harimoto wirkte quasi befreit. Ich weiß nicht, ob das was gewesen ist (in der Vergangenheit)? Der war wirklich on fire.

Was ich ÜBERHAUPT nicht verstehe ist, zu sagen, dass ein 22 Jähriger, der gerade richtig ackert und wieder höher kommt, an seinem Zenit sei.

Das mag zu einem Lin Shidong passen, dem viel mehr Augenmerk auf RH und Gefühl gegeben wurde als "sonst", nicht so viel auf "Alles Athletik, Vorhand und Beine feste".

Ich finde, dass gerade Harimoto, der seit ein paar Jahren stagniert ist, aktuell einen RIESEN Sprung gemacht hat.

Und das, was du nicht erwähnen wirst, trotz der negativen Einstellung ihm gegenüber.
Zunächst Mal: Ich habe überhaupt keine negative Einstellung gegenüber Tomokazu Harimoto und ich mag ihn sowohl als Spieler als auch als Typ, Matz0r

Bemerkenswerterweise macht mir übrigens auch sein Geschrei überhaupt nichts aus (im Gegensatz zu bspw, bei Dima, dessen Stöhnen WÄHREND der Ballwechsel ich als total nervend empfinde), weil Tomo ein total fairer Spieler ist und auch geradeheraus ist und keine Psycho-Spielchen macht.

Aber das mit dem "befreit" sehe ich überhaupt nicht so und ich glaube, dass das einfach dem Moment geschuldet ist, dies so zu empfinden. Ich sehe auch den "Sprung" nicht, denn das, was er da gerade bei den WTT-Finals gespielt hat, hat er auch schon 2022 und zuvor gespielt.

Er hatte diese Momente schon oft. Beispielsweise bei der Team-WM 2022, als er quasi im Alleingang das chinesische Team am Rande der Niederlage hatte, als er SOWOHL Fan ZhenDong als auch Wang ChuQin geschlagen hatte. Ich könnte Dir da jetzt noch einige weitere Beispiele geben. Da ragt sein Sieg nun bei den WTT-Finals überhaupt nicht heraus, sondern bestätigt nur sein Leistungsbild.

Und mit dem Umstand, dass ein japanischer Spieler schon mit 22, 23 Jahren seinen Leistungszenit erreicht hat, würde er auch in die Historie vieler japanischen Spitzenspieler/-innen der letzten 20 Jahre passen. Auch da könnte ich Dir jetzt eine Reihe von Beispielen nennen.

Die Philosophien in Japan und China, was Trainingsaufbau, Karriereplanung etc. betrifft, unterscheiden sich da sehr voneinander, ohne, dass ich das jetzt werten möchte.

Bei Lin ShiDong dagegen ist noch vieles nicht "fertig",, hier sehe ich noch ein riesiges Potential, war er ausschöpfen kann.

Übrigens: Beide waren im Halbfinale gestern auf absoluter Augenhöhe. Bis zum 3:3 und 8:8 war da alles möglich. Tomo hatte zum Schluss verdientermaßen auch das Glück, was er in vielen anderen knappen Top-Spielen in der Vergangenheit leider oft nicht hatte.

Geändert von Wolf11 (15.12.2025 um 23:17 Uhr)
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