Zitat:
Zitat von Frank Schmidt
Ungefähr jedes Wochenende seit über 20 Jahren.
Ich war 15 Jahre Manager in der ersten und zweiten Tischtennisbundesliga der Frauen und engagiere mich seit 25 Jahren massiv im Frauensport, aktuell bin ich Teammanager in der zweiten Basketball Bundesliga, Dauerkarteninhaber in der 2. Volleyball Bundesliga, Fan in der ersten Volleyballbundesliga und habe zwei Dutzend Bekannte und Freunde auf professionellem und semiprofessionellem Niveau in mindestens 5 weiteren Sportarten. Zudem sponsere und spende ich jährlich einige tausend Euro zur Unterstützung von Frauensport. Denkst du, das reicht als Erfahrungswert?
Die Tatsache, wie einige Männer hier als Reaktion darauf um sich schlagen, ist ein ähnlich gutes Indiz wie der Fakt, dass fast 30% eine Partei wählt, deren Wahlprogramm aus „die Frau gehört an den Kochtopf“ besteht, wie es in der deutschen Gesellschaft um den Stellenwert von Frauensport steht.
|
Respekt, das reicht in der Tat als Erfahrungswert.
Deswegen wundert es mich umso mehr, dass Du dann so etwas schreibst:
Zitat:
Zitat von Frank Schmidt
Das wundert mich überhaupt nicht: 80% der sportinteressierten Männer haben ein großes Problem mit Frauensport und 75% davon waren noch nie bei so einer Veranstaltung aber wissen schon vorher, dass es bestimmt unterirdisch schlecht sein wird, da Frauen außer kochen eh nix können.
Das ist in fast allen Sportarten so.
|
Aber vielleicht sehe ich das auch auf Deutschland bezogen zu blauäugig, da ich in bezug Frauensport bzw. Mädchensport vor allem im asiatischen Raum (China) "sozialisiert" bin bzw. dort tätig war.
Trotzdem bin ich heutzutage, wie Du auch, oft auch Besucher von Frauen-Bundesligen wie Volleyball, Handball und natürlich Tischtennis und habe da eher andere Erfahrungen gemacht. Dort sehe ich ein sehr gemischtes Publikum von Frauen und Männern und die Leistungen der Frauen werden da auch genauso respektvoll wahrgenommen als Leistungen von Männern.
Gleichwohl ist es richtig, dass dem Frauensport in Asien - und damit meine ich jetzt speziell Südost-Asien - in der Gesamtheit der Gesellschaft viel respektvoller wahrgenommen wird, wo er dem Männersport in nichts nachsteht. Dort ist der Frauensport in seiner Gesamtheit viel bedeutender als bei uns und hat eine ganz andere gesellschaftliche Anerkennung. Das beginnt dort bereits im Jugendbereich, wo es viel selbstverständlicher als bei uns in Europa ist, dass Mädchen zum Sport gehen und das oft auch sehr leistungsorientiert machen.
In Deutschland sind wir da in der Entwicklung deutlich zurück und wir könnten da von den Asiaten noch so einiges lernen, aber ich zweifle Deine Zahlen, dass "80 Prozent der Männer Probleme mit Frauensport haben" doch deutlich an. Ich denke, dass das deutlich weniger sind.
Recht gebe ich Dir allerdings in jener Hinsicht, dass in diesem Forum so einige der "Männer von gestern" unterwegs sind, wenn man sich so manche überheblichen Kommentare über Frauensport zu Gemüte führ
Das hat aber nichts mit den Sympathien von 30 Prozent der Wähler einer bestimmten Partei zu tun, wie Du das schreibst, denn diese "Männermeinung" findet man bei Sympathisanten aller Parteien, von links bis rechts, sondern es ist eine generelle gesellschaftliche Frage, deren Diskussion hier aber jetzt zu weit führen würde und hier dann auch off-topic wäre.