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Alt 31.12.2025, 12:35
Chris21272 Chris21272 ist offline
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AW: Unentschlossenheit und Optionen Material "downgrade"

Zitat:
Zitat von Nernoy Beitrag anzeigen
Mein Gefühl ist, wenn ich mental gut drauf bin, fühle ich mich im Spiel relativ sicher. Die ersten Topspins bei eigener Eröffnung und die ersten Blocks bei gegnerischer Eröffnung sitzen vergleichsweise relativ sicher und offene Ballwechsel laufen dann meist nicht so lange. Auch wenn es gut läuft, mache ich natürlich öfter eigene Fehler. Wohl nicht überraschend auf meinem Niveau. Diese Fehler nehme ich dann hin, passiert halt, und spiele weiter.
Das ist wie gesagt, wenn es gut läuft. Das ist leider nicht so oft der Fall. Hier spielt natürlich auch wieder der Punkt rein, dass es nicht nur um Material und Technik geht, sondern auch um Beinarbeit und Köpfchen (Taktik, mentale Stärke, Konzentration), gerade letzteres. Aber ja, wenn es nicht so gut läuft, kommt entsprechend kaum ein Eröffnungsschlag, Blocks gehen ins Netz oder raus, ich bin spät am Ball/bewege mich quasi gar nicht (auch so ist meine Beinarbeit nicht gerade besonders), wenn mal was klappt und der Ball zurückkommt bin ich oft nicht bereit, allgemein einfache Fehler allerart, usw. Es kommen kaum/keine ordentlichen Bälle/Wechsel zustande, was logischerweise nicht allzu spaßig ist. Das wird dann auch potentiell schlimmer und "füttert sich selbst" und wenn ich nicht bereits gut drauf bin und meines Erachtens dumme/unnötige Fehler mache, kann das sehr schnell kippen. Mental schwach einfach würde ich sagen, da probiere ich auch dran zu arbeiten, es fällt jedoch nicht leicht.
Manchmal sind ganze Tage vermurckst, manchmal ist es anfangs gut, dann später schlecht, manchmal umgekehrt, gegen bestimmte Gegner öfter, gegen andere widerum nicht/seltener (egal ob besser, schlechter, oder ungefähr auf dem selben Level). Generell würde ich sagen, potentiell variabel mit einer deutlichen Tendenz ins Negative.
Das bezieht sich auch nicht nur auf Punktspiele, sondern auch auf Trainingsspiele.

Mein Hauptgedanke ist meistens, dass mein größtes Problem mental ist, was nicht heißen soll, dass ich natürlich auch nicht die sauberste Technik habe. Es existieren die Erinnerungen (die wahrscheinlich auch nicht die objektivsten sind) "hier da an dem Tag/in dem und dem Spiel lief es gut, du kannst es ja eigentlich, wenn du nur mal mit'm Kopf da bist und dich zusammenreist". Wohl auch ein Problem der Erwartungshaltung?

Meine Einstellung zum TTR-Wert ist in etwa, wenn ich gut spiele/besser werde, wird sich das zwangsläufig auch irgendwann im TTR-Wert zeigen. Das ist in den letzten Jahren nicht wirklich passiert. Wenn entsprechend einer Materialumstellung ein Ratingdip folgt, ist das halt so. Es geht ja darum, längerfristig besser voranzukommen.
Hallo, weil ich vieles von deinem Post auch selbst geschrieben haben könnte, gebe ich nochmal meinen Senf dazu:

Das Mentale ist sehr entscheidend im Tischtennis! Gerade das Thema "eigene Erwartungshaltung" hat einen großen Einfluss. Am besten spielt man oft gegen Gegner, die 100 Punkte mehr haben, weil man nichts zu verlieren hat und weil man von Anfang an "wach" und motiviert ist! Gegen Gegner, die 100 Punkte weniger haben, tut man sich schwer, weil man das Gefühl hat, dass man Gewinnen MUSS und weil diese dann in der Rolle des besonders wachen und motivierten Gegners sind! Da wird der Arm schnell mal eisig und die Füße auch....Sicherlich ist es in einer solchen Situation schön, wenn man wenigstens sicher spielt und keine leichten Fehler macht. Es kommt aber auch immer darauf an, welche Schläge einem Sicherheit geben. Ich bin ein Allroundspieler und versuche solange zu spielen, bis ich möglichst einen Endschlag setzen kann (oder einen der schwach genug für eine weitere Attacke zurückkommt) oder bis ich den Gegner ausblocken kann. Für diese Art von Spiel brauche ich Material, womit ich dem Gegner nicht viel Angriffsfläche biete. Ich habe auch schon versucht, offensiver zu spielen, was mir mit anderem Material viel besser gelingt - dann muss ich aber auch schnell in die Offensive, weil mein Gegner sonst angreifen kann. Aufgrund schlechter Beinarbeit habe ich das erstmal verschoben....und weil mir mein Spielsystem auch Spaß macht.

Worauf ich hinaus will ist, wenn du dich als Offensivspieler begreifst, der angreifen will, dann würde ich nicht (zuviel) abrüsten. Wenn es dann vielleicht etwas weniger "unforced errors" gibt aber dafür die Sicherheit im Angriff und der Spaß weniger wird, ist auch nichts gewonnen - vor allem mental nicht.

Sowas ist aber schwer zu bewerten, weil man dich ja nicht spielen sieht. Vielleicht kann beim nächsten Punktspiel oder Trainingsspiel mal ein besserer Spieler zugucken und darauf achten, wo die meisten Punkte verloren gehen und warum. Wenn es wirklich hauptsächlich am Mentalen liegt, hat Vossi Recht und du machst dir mit Materialtesterei noch eine Baustelle auf. Könnte auch eine unbewusste Taktik sein, denn es macht mehr Spaß, neue Sachen auszuprobieren als sich dem leidigen Thema MENTALE PROBLEME zu stellen.

Mein Tipp: Einzeltraining bei einem guten Trainer machen, besonders Beinarbeit!

Einen Plan fürs eigene Spiel haben und beim Spielen nur darüber nachdenken, was man als nächstes Spielen will - Gedanken an Spielstand oder gewinnen/verlieren möglichst wegschieben.

Gedanken auf das lenken, was gut läuft aber daraus keine Selbstüberschätzung oder übertriebene Erwartungshaltung herleiten. Man kann mit 1350 Punkten oftmals genau so gute Bälle spielen wie jemand mit 1700 Punkten - nur nicht so regelmäßig, so sicher und so plaziert! Ich selbst bekomme auch oft Lob von besseren Spielern für meine Bälle - aber das sind dann immer welche, wo ich richtig gestanden habe, instinktiv geschlagen habe und mich nicht groß bewegen musste. Das ist aber eben nicht dasselbe, wie einen Ball sicher spielen zu können.

Lies dir am besten nochmal Threads zum Thema "Mentale Stärke" durch - hier ist meiner:

https://forum.tt-news.de/showthread.php?t=512374

Jetzt darfst du weiter überlegen
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the lower you play, the harder you look....
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