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Alt 20.02.2005, 16:56
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martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Visuelle Wahrnehmung

Hi Edward

Zitat:
Zitat von Edward
nach gefühl her ,
zb bei einem spinnigem ball ist es sehr schwer zu schätzen,
da muss man sich schon auf sein gefühl verlassen .
Die Augen müssen schon irgendwie daran beteiligt sein. Du kannst ja nicht mit geschlossenen Augen erfühlen, mit welchem Tempo der Ball anzufliegen kommt. Es gibt ja noch die peripheren Wahrnehmung. D.h. du konzentrierst dich auf den Ball und nimmst trotzdem noch andere Eindrücke wahr. Das geschieht aber eher unbewusst. Interessant sind doch die bewussten Geschichten, denn an denen können wir dann auch noch arbeiten.

Ich habe eben auch Mühe, Tempo und Platzierung eines Rotationstopspins zu erkennen. Ich möchte eben durch diesen Thread erfahren, wie ich solche Bälle schneller und sicherer einschätzen kann. Von J.O. Waldner wird gesagt, dass er schon sehr früh weiss, wie der Ball ankommt. Darum braucht er sich oft nicht mal zu bewegen und hat schnell eine passende Antwort parat. Das ist aber nicht zufällig. Die Schweden haben sich in den 80er Jahren unter anderem stark auf den Block, die Wahrnehmung und die Antizipation konzentriert, damit sie den damals unbesiegbar erscheinenden Chinesen Paroli bieten konnten. Wir wir wissen, ist es ihnen auch gelungen.

Vielleicht hast du auch ein Stück weit recht, dass das Erkennen unbewusst geschieht.

In seiner Facharbeit des TT-NEWS-Mitglieds Martin Riedel über Antizipation steht folgendes geschrieben:

Zitat:
Die aufmerksame Beobachtung des Spielers wird an die Stelle des schärfsten Sehens beider Augen auf das wahrzunehmende Objekt gelenkt. In diesen Blickbewegungen befinden sich minimale Blicksprünge (Sakkaden), bei denen sich die Augen von einem Fixationspunkt zum nächsten bewegen. Solche Sakkaden dauern zwischen 10 und 80 ms.
In Wirklichkeit sehen wir nicht völlig linear sondern in Sprüngen (Sakkaden), die jedoch so schnell sind, dass wir meinen, eine lineare Bewegung des Balls wahrzunehmen. Ich nehme nun an, dass unser Gehirn in der Lage ist, aus dem Vergleich der Strecken zwischen den Sakkaden, die Geschwindigkeit des Balls zu ermitteln. Ich denke wie Bow, dass das eine angeborene instinktive Fähigkeit ist, die optimal funktioniert, wenn das oben zitierte schärfste Sehen auf den anfliegenden Ball gerichtet ist.


Wie ich schon festgestellt habe, beobachten die einen von uns eher die Ballkontakte und die andern eher die Flugkurven. Wenn jetzt einer eher die Ballkontakte beachtet, könnte es für ihn schwierig sein, das Tempo zu erkennen.

Gruss
Martin
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Geändert von martinspin (20.02.2005 um 17:19 Uhr)
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