Einzelnen Beitrag anzeigen
  #2  
Alt 21.02.2005, 15:11
Benutzerbild von Bow
Bow Bow ist offline
verlorener Sohn
Foren-Stammgast 4000
 
Registriert seit: 13.03.2000
Ort: Alzey
Alter: 51
Beiträge: 4.751
Bow ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Spielertyp beidseitig mittellange Noppen - wie dagegen spielen?

Hups, das klingt nach einer harten Nuss.

Ich habe einen im Verein, der auf der RH eine Mittellange spielt und damit zumindest auf der RH auch genau das von Dir beschriebene Spiel spielt.
Die MLN vereinen eben die Eigenschaften von Kurznoppen im Angriff und LN in der Abwehr, ABER eben beides nicht ganz so perfekt. Also im Angriff nicht ganz so schnell und kontrolliert und in der Abwehr nicht so schnittreich und langsam.
Da Du bei zu passivem Spiel wie von Dir angemerkt, vermutlich abgeschossen wirst, sehe ich Deine Chance, trotz der vielleicht nicht so sicheren Nachzieher, im variablen Angriff.
Deine Idee, mit weichem Spinspiel zum Erfolg zu kommen, klingt nicht schlecht, ich befürchte aber, dass Dein Gegner dann auch wenig Probleme haben könnte, die Spins abzuballern was mit MLN recht gut geht, solange er am Tisch bleiben kann. Und da würde ich ansetzen:
Eröffnen mit Deinen sicheren Topspins und den Spieler in die Abwehr bringen. MLN bringen in der Abwehr nicht so viel Schnitt zurück, so dass Du davor Angst haben müsstest, normalerweise kann man die relativ entspannt nachziehen. Aber gerade da würde ich sowohl im Tempo als auch der Länge der Bälle (was sich ja etwa entspricht) stark variieren. Also vom Tisch wegbringen, dann weich, spinreich und möglichst kurz nachziehen, dann wieder auf Länge gehen. Spätestens der dritte Ball hart und lang auf den Spieler der noch nah am Tisch steht, bringt ihn in schöne Bedrängnis.
Die Bewegungen in der Tiefe (zusätzliche seitliche Laufarbeit Deines Gegners kann das nur unterstützen) sind mit am schwierigsten zu meistern, da man voll in der Bewegung ist und dann eine sehr gute Stellung zum Ball schwer zu bewerkstelligen ist.

Das hört sich hier theoretisch sehr schön an, in der Wirklichkeit wirst Du Dich auch darauf konzentrieren müssen, Dich sehr gut zu bewegen, damit Du das Geschehen auch wie von Dir gedacht bestimmen kannst.
Vor allem wird er dann versuchen zu verteilen, besonders wenn Du dann ins Umlaufen kommst um die Oberhand zu behalten. Daher gut bewegen und fokussieren, dann könnte das Konzept aufgehen.

EDIT: Bälle, die dann deinerseits wieder härter und länger gespielt werden, sind auch besonders auf den Körper wirksam.
Ich sehe gerade, dass es ja auch an der Eröffnung hapern könnte, da Du AS erwähnst. Du musst Dich auch drauf einstellen, dass relativ tote Flips auf viele Deiner Aufschläge kommen. Wenn Du die sicher und mutig durchziehen kannst (müssen nicht so hart sein, eher lang), hast Du schonmal ein Pfund in der Hand.
(EDIT2: Auch wenn das erst vielleicht nicht so gut klappt und fehlerträchtig ist: Dran bleiben, was anderes sinnvolles kannst Du mit den toten Dingern eh nicht machen. Also ersten Satz nutzen um das reinzukriegen)
Allerdings ist die Rückgabe von starken Seitschnittaufschlägen mit MLN u.U. sehr giftig, da Du wie bei LN ziemlich viel Deines eigenen Schnittes zurückbekommst. Ruhig probieren, aber darauf aufpassen.
Gruß
__________________
Wer die Suche benutzt, ist nur zu faul einen neuen Thread zu eröffnen.
Tibhar Aurus/Avalox J-Power/Andro Hexer Duro

Geändert von Bow (21.02.2005 um 15:34 Uhr)
Mit Zitat antworten