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AW: BOL 1 Serie 04/05
TTC Kellerwald I – TTC Calden-Westuffeln 4:9
Na endlich! Nicht überzeugend gespielt, nicht haushoch überlegen gewesen, aber dennoch den 2. Auswärtserfolg der Rückrunde verbuchen können.
Die kalkweißen Wände der löhlbacher Schulsport-Turnhalle, der schlechte Lichteinfall sowie die Enge waren hierbei wohl die größte Hürde, die es zu überwinden galt…
Hier jedenfalls der Spielverlauf:
Verlor man letzten Samstag - im Heimspiel gegen den VfL Veckerhagen - noch alle drei Doppel, so war es war am heutigen Abend genau umgekehrt. Soll heißen: Podjaski/Tegas (3:0 gg. Landau/Dr. Jöckel), Reichl/Seifert (3:0 gg. Matzik/Küster) und Drescher/Engelbrecht (3:1 gg. Nagel/Röhling) konnten ihre Partien jeweils siegreich gestalten, ungefährdet wohlgemerkt.
Im ersten Einzel hatte es Sascha Podjaski mit Arno Matzik zu tun. Sascha kam leider zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel und musste die 1-3 Niederlage als verdient und berechtigt anerkennen.
Am Nebentisch fand die Partie zwischen der caldener Nummer 1, Lars Reichl, und Wolfgang Landau statt. Auch wenn sich Lars zunächst mehr mühen musste, als vor der Begegnung angenommen, konnte er dennoch als verdienter Sieger vom Tisch gehen (3-0 lautete das Ergebnis).
Marcus Drescher hatte nun die durchaus schwierige Aufgabe gegen den in der Hinrunde noch im oberen Paarkreutz befindlichen Horst Küster anzutreten. Nachdem der „Routinier“ im Dress der Caldener die ersten beiden Sätze noch für sich verbuchen konnte, lief danach nicht mehr viel zusammen. Marcus offenbarte jedoch spielerische Klasse bzw. Kampfgeist und konnte Küster den Entscheidungssatz abnehmen.
Wie entfesselt agierte - unser US Cagliari Calcio- und Fortuna Düsseldorf-Fan - Andreas Tegas, in seinem ersten Einzel gegen den Mannschaftsführer der Gäste, Herbert Nagel. Andreas konnte sich in jedem Satz kontinuierlich steigern und das 3-0 als überzeugenden Einzelerfolg verbuchen.
Eine Niederlage musste hingegen Mirko Seifert einstecken. Sein Gegenüber, Dr. Dieter Jöckel, hatte in den entscheidenden Spielsituationen stets die bessere Antwort parat (zumeist war diese „Anwort“ ein sehr unkonventionell aussehender - aber dennoch überaus effektiver - Vorhand-Topspin). 1-3 hieß das Ergebnis aus Sicht des Caldeners.
Jens Engelbrecht, in der Rückrunde bislang noch ungeschlagen, musste gegen den sehr gut spielenden Thomas Röhling sein gesamtes Potenzial abrufen, um den Tisch als Sieger zu verlassen. Die äußeren Umstände bereiteten Jens bei seinem 3-2 Erfolg jedoch wohl die größten Probleme.
Mit einem komfortablen 7-2-Polster ging die Gästemannschaft aus Nordhessen in Führung – man hoffte nun, die Partie so schnell wie möglich für sich entscheiden zu können.
Diese Hoffnung wurde vorerst jedoch zu Nichte gemacht. Lars Reichl zeigte nach einem 0-2 Rückstand gegen Arno Matzik eine tolle Moral und versetzte seinem Widersacher mit starken Bällen das ein oder andere Mal ins Staunen. Die gute Vorstellung des Caldeners in den Sätzen drei und vier sollte jedoch nicht belohnt werden, sodass der Spieler aus Kellerwald letztendlich triumphieren konnte.
Im Gegensatz zu seinem ersten Einzel, zeigte Sascha Podjaski gegen Wolfgang eine sehr ansprechende Leistung. Durch starke Aufschläge und druckvollem Offensivspiel, ließ Sascha seinem Gegenüber - objektiv betrachtet - nicht den Hauch einer Chance.
Relativ chancenlos war leider auch Andreas Tegas bei seiner Partie gegen Horst Küster. Einen Satz lang zeigte Andreas Normalform; den Rest möchte er wohl lieber ganz schnell vergessen…1-3 hieß es am Ende aus Sicht der caldener Nummer 3.
Zum Schluss sollte es Marcus Drescher sein, der die heutige Begegnung zu Gunsten der Gäste entscheiden sollte. Geschenkt bekam Marcus seinen zweiten Einzelerfolg am heutigen Abend zwar nicht, trotzdem zeigte er gegen Herbert Nagel, dass auch er nervenstark genug ist, um schwierige Situationen zu meistern.
Nachdem man die tückische Heimfahrt überwunden hatte (es hatte ziemlich stark geschneit), saß man zufrieden in einem kasseler Feinkostladen mit dem großen, gelben „M“ und verzerrte genüsslich irgendwelche Kalorienbomben. Man war unter dem Strich zufrieden mit der gebotenen Leistung, die gleichzeitig bedeutete, dass auch rein rechnerisch ein Abstieg in die Bezirksliga nicht mehr möglich ist. Nach den letzten beiden Vorstellungen, hatte der ein oder andere nämlich so seine - wohl nicht ganz ernst gemeinten - Befürchtungen.
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