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Alt 18.02.2026, 10:32
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Mephisto Mephisto ist offline
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!! AW: Doppelte Spielberechtigung für Ligen von Kreisebene bis einschließlich Regionalliga beschlossen

Mein Fazit ist, dass die Regel mehr Schaden für den Tischtennissport als Nutzen hinterlassen hat. Ich würde mir wünschen, dass sie wieder zurückgenommen wird.

Die RL/OL sind dadurch abartig stark geworden. I.d.R. aber auch eine Tendenz fördernd, dass es sportlich tabellarisch stark verschoben ist, wenn die Stars mit mehreren Spielberechtigungen in verschiedenen Ländern nur zu einzelnen Spielen gezielt eingesetzt werden.

Insbesondere unterhalb der RL/OL wurde ein neues Geschäftsfeld für dubiose Spielervermittler (inkl. Portale) geöffnet und "kriminelle Energie" gefördert (durch das Regelwerk legalisiert), sich Karteileichen aus strategischen Meldegründen zu mieten oder eben auch durch eingeflogene Einsätze in Schlüsselspielen mit ein bißchen Spielgeld ganze Saisonverläufe zu verdrehen. Es kommt inzwischen nicht selten vor, dass dadurch z.B. in der ersten Mannschaft geplante Spieler durch die/ den Rent-a-player parallel in der unteren Mannschaft spielen und dadurch als Kettenreaktion alle Teams eine Vereins durch diesen Meldetrick profitieren. Das Schlimme ist, dass sich inzwischen auch zuvor "unverdächtige" Vereine solcher Mittel bedienen, wenn sie als normalisiert wahrgenommen werden. Vereine mit echten Mannschaften schauen in die Röhre, können ihre sportlichen Ziele aufgeben, wenn Vereine mit diesen Praktiken in der Liga sind. Ich glaube, wir befinden uns gerade in einem Schlüsselmoment, ob das moralisch betrübt und resignierend notgedrungen akzeptiert wird oder man hier doch wieder einen Riegel durch eine Rückabwicklung dieser Regel vorschiebt.

Die Bundesligen hatten wohl gute Gründe und Weitblick, warum das für diese Ebene NICHT eingeführt wurde. Chapeau! Dadurch kommt es zu der absurden Situation, dass in Bestaufstellung in der RL teils stärker aufgestellt werden kann, als in der 3.BL.

In der Begründung bei der Einführung ging es ja auch um Berufspendler auf Amateurniveau. Z.B. am Wochenende in GER und unter der Woche in NL oder FRA und dann in beiden Ländern spielen können, was ja voll ok wäre. Ich kenne KEINEN, für den das zutrifft, wohne allerdings auch nicht im Grenzgebiet. Mich würde mal eine Auswertung interessieren, wieviele Amateure z.B. unter 1600 TTR-Punkte das wirklich betrifft? Müsste ja leicht auszuwerten sein, da die doppelten Spielberechtigungen ja beantragt werden müssen und hinterlegt sind. In meiner Wahrnehmung ist das keine Regel für Pendler, sondern wird in erster Linie zum Spielerhandel genutzt. Will der DTTB das?

Da m.E. Nachteile und Unfairness durch diese Regel so stark überwiegen, wird es höchste Zeit für eine Rückabwicklung, statt diese so weiterlaufen zu lassen oder nach oben zu öffnen.

Wie seht Ihr das?
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Nichts bleibt wie es wird!
Mephisto
TSG Oberrad

Geändert von Mephisto (18.02.2026 um 10:37 Uhr)
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