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AW: Yuka Kaneyoshi (JPN)
Ich denke, in Japan ist die Konkurrenz sehr groß. Als Abwehrspielerin ist es doppelt schwer, sich da durchzusetzen. Vor allem, wenn's auch noch andere sehr gute Abwehrspielerinnen gibt.
Die geringere Größe muss nicht unbedingt ein Nachteil sein.
Yuka kann dadurch vielleicht das Spiel leichter beobachten und erkennt die Feinheiten schneller. Ihr Oberkörper und ihr Kopf bleiben sehr ruhig, so dass ihre Augen die Bälle gut erkennen können. Hoch-Tiefbewegungen muss sie im Gegensatz zu größeren Spielerinnen kaum machen.
Außerdem hat sie sehr schnelle Beine und kommt mit den kurzen schnellen Schritten sehr gut zurecht.
Auf dem Wechselpunkt ist sie auch nicht so anfällig wie eine größere Spielerin. Da verteidigt sie auch sehr gut.
Das alles kann die geringere Reichweite schon ausgleichen.
Zudem ist sie eine sehr intelligente Spielerin, die das Spiel gut steuern kann. Sie ist häufig schon auf dem Weg zum nächsten Ball, bevor ihre Gegnerin diesen geschlagen hat. D.h. sie kann durch ihren Schnitt und ihre Platzierung lenken, was für einen Ball ihre Gegnerin wahrscheinlich spielen wird und orientiert sich deshalb früh zu ihrem nächsten Ball. Das ist eine große Kunst. Vor allem eine, die von den Angriffspielern und -innen häufig gar nicht wahrgenommen und anerkannt wird.
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