Ich habs geahnt, dass es auf sowas hinausläuft.
Soll der Thread wirklich diesen Verlauf nehmen?
Ich will hier keine Lanze für "rechts" brechen (welch ein Wortspiel

), aber auch und gerade in den Reihen der REP´s z.B. finden sich unerwartet viele Familienmenschen, die einfach eine konservative Haltung haben,
Angst um die kulturellen Wurzeln Deutschlands haben und weil sie evtl. keine alternative Anlaufstelle haben, die sie ernst nimmt.
Wie ich finde, nicht zu unrecht, wenn vielleicht auch tw. mit falschen Zielsetzungen, "Lösungen", mit Missverständnissen oder unzureichenden Analysen, weshalb unsere Kultur so gelitten hat. Vielleicht aber tw. auch mit richtigen Argumenten? Die absolute Wahrheit existiert ja auch gar nicht.
Oder wer hat hier noch Ahnung von deutscher Kultur, Traditionen und althergebrachter Lebensweise? Was ist deutsche Kultur überhaupt? *zirp, zirp...*
Nein, Jodeln und Oktoberfest ist es nicht.
Und die fehlenden Wurzeln der Kultur, werden sie nicht immer mehr vermisst? Ist es nicht zunehmend so, dass die Menschen sich losgelöst von der Gesellschaft sehen, sich dadurch der Gesellschaft auch nicht mehr verbunden und verpflichtet fühlen?
"Verfall der Moral", geliebtes Schlagwort. Aber findet es nicht tatsächlich sukzessive statt? Diebstahl am Arbeitsplatz, Ladendiebstahl, Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit,... Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, alles nicht so schlimm? Wird aber millionenfach gemacht. Vom Vadder, Nachbarn, Kumpel...
Natürlich auch, weil der Staat selbst seine Werte mehr und mehr vergisst. Alle drei Monate ein anderer Skandal, regt schon keinen mehr auf, ist schon inflationär, wenn irgendwelche Leute abertausende Steuergelder abgreifen, dafür vielleicht zurücktreten, wenn sie es nicht schon längst sind. Die Kohle haben sie trotzdem. Schei... auf die Ehre, Pekunia non olet.
Ich meine nur, insgesamt gesehen kann man es nicht verdenken, wenn sich Menschen darüber aufregen und etwas anderes fordern. Ob die Forderungen vernünftig, sinnvoll oder wieder zu einseitig sind oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.
Und da sehe ich auch ein Problem, keiner hört mehr der anderen "Partei" (ich meine hier nicht CDU, SPD,... sondern eher "Interessenvertretungen" o.Ä.) zu und meint, die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben. Subjektiv mag das so erscheinen, objektiv gibts "die Wahrheit" da nicht. Aber so ist das eine Sackgasse, bzw. survival of the majority. Und die Mehrheit sind nicht immer die Schlauesten.
Ebenso gilt das für Vertriebenenverbände aus Schlesien oder was weiß ich. Es sagt sich leicht "mein Gott, nach 60 Jahren kann man aber mal langsam Gras drüber wachsen lassen". Aber diese Leute haben bitterstes Unrecht am eigenen Leibe erfahren,
ebenso wie Juden, Polen, Tschechen, etc...das streitet niemand ab, der sich noch ein einigermaßen objektives Gesamtbild behalten konnte.
Weil das deutsche 3. Reich einen niederträchtigen, menschenverachtenden, etc.pp. Angriffskrieg und Völkermord geführt hat, ändert das nichts daran, dass diese Menschen dennoch schweres Leid erlitten haben. Und zwar derart, dass sie es nicht werden vergessen
können, bis sie unter der Erde sind. Mit dem letzten Atemzug werden sie noch an ihre Heimat denken, das ist auch eine Verbundenheit, die heute annähernd unbekannt ist.
Daher wartet man auch ab, bis das "Problem" ausstirbt.
Auch nicht fein von unserer Demokratie. Ist halt ne Minderheit. Sie werden nicht gehört, haben keine Lobby, fertig.
Alles was ich hier sagen will: Bevor man urteilt, sollte man auch die Gründe beleuchten. Sie machen einiges durchsichtiger, vielleicht manches nachvollziehbar, wenn auch Unrecht nicht zu Recht.
P.S.: Was NPD-Vorsitzende zur Zeit und wahrscheinlich auch sonst von sich geben, entbehrt jeder Diskussion. Da wird nur Hass, Neid und sonstiges geschürt, niederste Instinkte und Laster. Dafür habe ich keinerlei Verständnis. Ich hab kein "Parteiprogramm" von denen, wollen die auch sowas wie die Prügelstrafe? Die sollten sie mal unter sich erproben.
Gruß