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Zitat von Mulder
du vertrittst also die Kuhn'sche Wissenschaftstheorie
Popper richtet sich gegen den Konventionalismus, die Strömung, welche Erkenntnisse nicht als Übereinstimmung von Beobachtung und Theorie definiert, sondern als Übereinkommen zwischen Wissenschaftlern. Zum einen können diese Konventionen nicht falsifiziert werden, da bereits die Methode selbst auf Konventionen beruht. Zum anderen erlaube die Umdeutung der Methoden eine Anpassung von Beobachtung und Theorie, von Popper als «Immunisierungsstrategie» abgelehnt.
Kuhn hingegen sieht in der Überzeugung der wissenschaftlichen Gemeinschaft von einem Paradigma das wesentliche Moment dessen Gültigkeit («Konventionalismus»), ungeachtet von dessen Wahrheitsgehalt.
s. letzten Link
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Kommt da jetzt noch was zum Thema oder hältst du die Debatte für erledigt, sobald jemand "Kuhn", "Popper", "Paradigma" oder "Konvention" dazwischenbrüllt?!
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hat er nicht, es ist nur deine Interpretation
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Wie wäre denn deine?
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aber selbst, wenn es so wäre, dein Echauffieren, weil jemand eine andere Ansicht vertritt, ist völlig lächerlich
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Das gute alte ‚Echauffieren‘ – immer dann zur Hand, wenn jemand den Fehler begeht, eine Meinung nicht nur zu hören, sondern sie auch noch ernst zu nehmen. Wer widerspricht, echauffiert sich. Wer widerspricht und dabei deutlich wird, ist gleich lächerlich. Das ist praktisch, weil man sich so jede inhaltliche Auseinandersetzung sparen kann.
Die Vorstellung, alle Ansichten seien gleich friedlich nebeneinander zu stellen wie Topfpflanzen im Wartezimmer, hat sie mit Wirklichkeit wenig zu tun. Es gibt Ansichten, die sind begründet, überprüfbar, anschlussfähig an das, was man weiß – und es gibt Ansichten, die bestehen vor allem aus Misstrauen, Andeutungen und dem großen Gefühl, irgendwie dahintergestiegen zu sein.
Wenn man dann darauf hinweist, dass da ein Unterschied besteht, ist das kein "Echauffieren", sondern schlicht die Weigerung, jeden Einwurf automatisch zur gleichwertigen Perspektive zu adeln. Dass das manchen lächerlich vorkommt, liegt weniger an der Lautstärke des Widerspruchs als an der Empfindlichkeit gegenüber ihm.
Kurz gesagt: Nicht der Widerspruch ist das Problem – sondern die Erwartung, er möge bitteschön ausbleiben.
Spätestens ab heute wirst du nie wieder vergessen können, dass beim Wort "Rhetorik" hat
h hinter das
R kommt.