Zitat:
Zitat von Fozzi
Ich verstehe Dein Argument nicht ganz. 2011 wurden 8 Kernkraftwerke abgeschaltet, was eine gewisse Unumkehrbarkeit eingeleutet hat (soweit ich weiß) - wenn man es so ausdrücken will: der Anfang vom Ende. Mag sein, dass die Entscheidung wie Du sagst von FDP/CDU ideologiegetrieben war - aber doch nicht im Bezug auf "Klima", wie es FsB darstellt.
|
Also im einzelnen:
1. Der Ausstiegsplan 2011 war nicht ideologiegetrieben, weil es ein Konzept (Substitution mit Gas) gab.
2. Der Ausstieg 2023 erfolgte in einer Zeit in der man nicht wusste, ob die Energie reichen würden und man mit einem Herunterfahren der Industrie geplant hat.
3. Wenn man 2023 Brennstäbe gekauft hätte, dann hätten man die Kraftwerke nicht zurückgebaut und sie würden heute noch Energie liefern.
Unterm Strich basiert unser Atomausstieg auf den Alternativen von Gaskraftwerken die nur als Ausnahme betrieben und steuerlich auch noch sanktioniert werden oder aus dem Import aus dem Ausland - was oftmals französischer Atomstrom ist. Das ganze wird so lange andauern, bis wir in der Lage sind gigantische Strommengen zu speichern. Theoretisch ist das realisierbar. Ob so ein Vorhaben praktisch in Deutschland machbar ist, bezweifeln viele. Erleben werden wir diesen Tag sicher beide nicht. Vielleicht unsere Kinderkinder.
Die Frage ist allerdings ob uns auf diesem Weg unterwegs nicht das Geld ausgeht. Denn unsere Wirtschaftstransformation sieht nicht nach einem Erhalt aus.