Hm, also sicherlich kann man auf deine Frage seitenlange Antworten Tippen, aber ich will es mal unvollständig und kurz probieren.
Erstens: Wenn du wissen willst, wie sich eine griffie LN spielt, kommst du um einen eigenen Test nicht drumrum, die Erfahrung kann dir niemand abnehmen - auch wenn es manchmal hier im Forum so scheint!
Zweitens: Die Noppe auf deiner RH sollte natürlich deinem Spielstil angepasst sein, und so wie du diesen beschreibst, bist du mit deinem Fakir IMHO fast optimal ausgestattet. Ich selbst spiele ihn auch mit einem ähnlichen Spiel wie deinem (RH stören/vorbereiten, VH hau-wech und spin), und bin damit sehr erfolgreich.
Drittens: Eine griffige Noppe wird dir wie schon von dir vermutet eine erhöhte Spinanfälligkeit bescheren, bei erhöhter Kontrolle im Spiel gegen Konter, sowie der Möglichkeit eigener (geringfügiger) Spinerzeugung. Du wirst damit in der Lage sein, selbst mit der RH Druck zu machen, ohne von den Returns deiner Gegner abhängig zu sein.
Als ich zu Beginn meiner Noppen-Orientier-Phase eine Weile mit griffigen LN spielte, hatte ich allerdings das Problem, dass ich damit relativ normal spielen konnte (d.h. Noppentopspin, Konter), diese Bälle aber relativ ungefährlich waren. Zudem war der Störeffekt lange nicht so gut zum VH-Vorbereiten zu gebrauchen, wie der einer glatten LN.
Tipp: Das Problem des effetlosen Konters in die glatte LN lässt sich auch gut durch schnelle Beinarbeit in Verbindung mit einem Umlaufen der Rückhand zum VH-Topspin lösen! Ich hatte zunächst auch vor, zu drehen, was mich allerdings in größere Konfusionen stürzte. Im Endeffekt ist bei mir das Umlaufen deutlich effektiver, wobei ich von meinem sehr guten VH-Topspin profitiere, welcher nur selten geblockt wird.
Ciao
Johannes