Hallo miteinander,
ich habe 'leider' noch nie ein wirklich festes Spielsystem gespielt.
Von Off++ (der erste Schupf wird sofort auf brachial auf Punkt gezogen) bis Def war alles dabei (wobei ich selbst als Def Spieler niemals die Bälle schupfen konnte

)
Mittlerweile versuche ich mich wieder als Abwehrspieler, weil das mir am meisten Spass macht.
Ich hab ein sehr langsames Material, bis vor kurzem habe ich noch mit all Schläger und VH 2.1 frischgeklebt gespielt, jetzt spiele ich MNatsushita und Tackiness C 1.7 unfrisch.
Für mich waren die Hybrid Systeme (immer VH Topspin, Rh mal dies mal das, hauptsächlich am Tisch) immer ein Nachteil. Ich habe mich immer darauf konzentriert, was am meisten Punkte bringt, bzw was am sichersten war (meistens Noppen rumgestöpsel) anstatt meine Vorteile (starker VH Topspin) zu kultivieren.
Deswegen habe ich auch jetzt das langsame Material, damit ich "wirkliche" Abwehr spielen kann.
Dennoch versuche ich meine vermeindlich grösste Stärke, die Variablilität, nicht zu verlieren und versuche immer meine Schläge zu varieren. D.h. selber angreifen, drehen, tw am Tisch blocken,...
Deswegen auch meine Bewertung:
-Ich sehe die grössten Vorteile eines festen Systems in der Stabilität der Schläge und Taktik. Wenn man immer dasselbe macht (überspitzt formuliert) dann ist man dabei auch sehr sicher, was gerade in knappen Situationen von Vorteil sein kann.
Nachteil: man kann sich schlecht auf gegnerische Spielsysteme einstellen. Hab ich selbst schon oft genug bei Kumpels erlebt: tolle Topspinspieler, dann trifft man auf langsamen Tischen auf Block und Konterspieler und kann nichts dagegen machen, weil man mit dem eigenen System nicht durchkommt.
-Wenn man selbst kein klares Spielsystem bevorzugt liegen die Vor und Nachteile genau anders herum. Man kann gegen jeden Gegner genau das machen, was dem am wenigsten liegt.
Ausserdem kann man mit einer Variation der Schläge schnell leichte Punkte machen. Ich spiele mit den Noppen am Tisch den ersten BAll oft Angriff (eigentlich immer

) ab und zu drehe ich dann und ziehe einen Topspin mit der glatten Seite, das führt häufig dazu das ich einen leichten Punkt machen kann.
Die Nachtteile sind die fehlende Stabilität in den Schlägen. Wenn man zu oft versucht etwas anderes zu machen kann es leicht passieren dass man sich verzettelt und leichte Fehler macht.
Gerade in knappen Situationen ist die Versuchung groß etwas zu machen, was man bis jetzt noch nicht gemacht hat, und dabei einen Fehler zu begehen, anstatt sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.