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Zitat von martinspin
2. Was sind für euch die Vorteile eines eindeutigen Spielsystems?
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Vorteile eines "eindeutigen Spielsystems" wurden ja schon genannt. Ich würde aber etwas anders an die Sache rangehen. Dabei ist es imho völlig egal, wie das Kind heißt, jeder sollte (und wird in gewisser Weise auch) sein eigenes individuelles System entwickeln und beherrschen. Viel gelobt wird allseits die große Vielfalt im Tischtennis in Material, Technik und Taktik usw., warum wird nun hier versucht, Leute in ein Schema wie OFF+ oder ALL- zu pressen?
Ist Tischtennis nicht zu komplex dazu?
Wichtig ist nun nicht, eindeutig einer Kategorie zugeordnet werden zu können. Von Vorteil ist, wenn man eine große Bandbreite an Möglichkeiten hat, seien es Elemente, die eher DEF- zugeschrieben werden, wie Unterschnittabwehr, oder Elemente wie ein harter Flip, die man eher OFF+ zuschreiben würde. Je größer die Bandbreite, desto besser eigentlich, wobei die Gefahr besteht, daß man vor lauter Möglichkeiten gar nicht weiß, was man machen soll. Wenn man nur schupfen kann, ist es einfach zu wissen, was man im Spiel machen soll. Nämlich? Der aufmerksame Leser kennt die Antwort, genau, schupfen. Deshalb ist es nötig, wenn man mehr kann als nur einen Schlag, sowas wie ein grundlegendes System zu haben, mit dem man ins Match gehen kann. Natürlich nicht zu starr. Man sollte zum einen schon anhand der Information, die man über den Gegner hat, vorher entsprechende Einstellungen vornehmen. Zum anderen sollte man auch selbstverständlich während des Matches flexibel sein im Rahmen seiner Möglichkeiten. Gerade dabei hilft auch eine taktische Linie, denn wenn man nur Larifari mal so mal so spielt, ist es schwer bis unmöglich zu erkennen, womit man wirklich gut fährt, womit der Gegner Schwierigkeiten hat und mit welchen Spielzügen dieser eigentlich seine Punkte machen will. Siehe auch, was momentan im "Manchmal läuft aber auch nichts"-Thread diskutiert wird unter Abtasten und Abchecken im ersten Satz.
So, jetzt faßt Martinspin meinen Beitrag sicher zusammen in erstens, zweitens, drittens...