|
AW: BOL 1 Serie 04/05
TTC Calden-Westuffeln – TSG Sandershausen 9:6
Gut und gerne vier Stunden benötigte die Heimmannschaft aus dem Altkreis Hofgeismar, um – nach dem Auswärtserfolg gegen den TSV Heiligenrode II – den zweiten Triumph gegen ein Team aus Niestetal unter Dach und Fach zu bringen. Der standesgemäße Wunsch (bei der Begrüßung) beider Mannschaften, nach „spannenden und fairen Spielen“, blieb keinesfalls eine dahergesagte Floskel, sondern wurde von allen Aktiven und Zuschauern mit Inhalten gefüllt. Wie diese Partie - auf einem sehr ansprechenden Niveau - genauer ablief, kann im folgenden Spielbericht nachvollzogen werden.
Zunächst sah man in der caldener Sporthalle ein Doppel, das verzweifelt versucht, ihre Hinrunden-Form wiederzuerlangen: Podjaski/Tegas - die 0-3 Niederlage gegen Ritschel/Schuwirth unterstrich, dass es leider bei einem Versuch blieb.
Die Konstellation Reichl/Seifert mussten ebenfalls anerkennen, dass die sändershäuser Heidelbach/Weidisch das klar besser harmonierende Zweiergespann bildeten – 0-3 hieß es am Ende.
Gott sei Dank haben die Caldener das Glück, mit Drescher/Engelbrecht über ein Doppel 3 zu verfügen, das man sicherlich zu besten dieser Spielklasse zählen kann. Gegen Krüger/Hamberger lagen Marcus und Jens bereits 0-2 nach Sätzen zurück, ehe sie das Blatt noch zu ihren Gunsten wenden konnten.
In einem sehr schönen Spiel zeigten Lars Reichl und Jens Ritschel, welches spielerische Können in ihnen steckt. Die caldener Nummer 1 verlor zwar sehr knapp mit 2-3, konnte aber dennoch stolz auf seine dargebotene Leistung sein.
Sascha Podjaski gegen „Ali“ Heidelbach hieß die folgende Begegnung. Zwar musste der Wahl-Braunschweiger den ersten Satz abgeben, zeigte anschließend aber seine vielleicht beste Saisonleistung, die mit 3-1 belohnt werden sollte.
Ziemlich mühen musste sich Andreas Tegas bei seinem Erfolg gegen Udo Krüger. Das Resultat (3-0) sagte jedoch wenig über den eigentlichen Spielverlauf aus. Unverdient war es trotzdem keineswegs.
Etwas Leid tun konnte einem unser Mannschaftsführer Marcus Drescher bei seinem Spiel gegen einen topaufgelegten Thomas Weidisch. „Keine Cance, keine Chance!“, wie es Marcus das ein oder andere Mal formulierte, sagt wohl genug über den Verlauf dieser Begegnung aus. Die logische Konsequenz: 0-3 für den Gästespieler.
Besser machte es hingegen Jens Engelbrecht – er trat gegen „Harry“ Hamberger an. Jens spielte trotz Krankheit sehr souverän und konnte nach drei Sätzen als verdienter Sieger den Tisch verlassen. Wie aus einem Guss spielte Mirko Seifert…leider nur im ersten Satz (11-3). Hiernach funktionierte bei ihm überhaupt gar nichts mehr. Analog hierzu wurde der sandershäuser Reinhold Schuwirth immer stärker. Letzten Endes musste sich Mirko mit 1-3 geschlagen geben.
Nach dem ersten Durchgang lag der TTC Calden-Westuffeln mit 4-5 zurück. Man war mehr oder weniger gezwungen, die folgenden Partien zu gewinnen, um noch einmal ein Wort um den Triumph heutigen Abend mitreden zu können. Was „Zwänge“ doch manchmal bewirken können…
Zunächst kam es zum Duell der Spitzenspieler beider Mannschaften: Lars Reichl gegen „Ali“ Heidelbach. Beide Akteure wollten ihre Niederlagen im ersten Durchgang vergessen machen und agierten dementsprechend. Die Oberhand konnte Lars behalten, der in den richtigen Phasen einfach etwas mehr Fortune auf seiner Seite hatte – was nicht heißen soll, dass der 3-1 Erfolg nicht verdient gewesen wäre.
Ebenfalls 3-1 endete die Partie zwischen Sascha Podjaski und Jens Ritschel. Sascha konnte seine starke Vorstellung im ersten Einzel aufrechterhalten, hatte jedoch gerade im 2. Satz erhebliche Schwierigkeiten mit den Aufschlägen seines Gegenübers.
In der wohl besten Begegnung unterlag Andreas Tegas gegen Thomas Weidisch mit 2-3. Eine Wahnsinnspartie: Andreas lag bereits mit 0-2 nach Sätzen zurück, ehe er sich noch mal auf 2-2 herankämpfen konnte. Im Entscheidungssatz führte Andreas bereits mit 5-1, ehe sein Kontrahent, man höre und staune, acht Punkte in Folge erzielen konnte. Doch der Caldener steckte nicht auf und konnte so noch eine Verlängerung herbeiführen. Am Ende war es jedoch Weidisch, der triumphieren konnte.
Marcus Drescher erhielt, nach dem ersten verloren Satz gegen Udo Krüger, die richtigen Ratschläge. Marcus setzte diese dann ausgezeichnet um, und konnte so seinen fünften Einzelerfolg in der Rückrunde verbuchen.
Nun lastete der gesamte Druck auf dem hinteren Paarkreutz der gastgebenden Mannschaft, den Sieg in trockene Tücher zu bringen (es war nämlich, angesichts der schwachen Doppelleistung, äußerst fraglich, ob Podjaski/Tegas gegen Heidelbach/Weidisch eine reelle Chancen auf den Sieg gehabt hätten).
Jens Engelbrecht hatte mit Reinhold Schuwirth dann aber keine großen Probleme und siegte überlegen mit 3-0.
Wieder einmal war es Mirko Seifert, der, nach den Hinspiel-Erfolgen über Korbach und Adorf, zum entscheidenden Spieler avancierte. Gegen „Harry“ Hamberger zeigte die caldener Nummer 6 sein - mit Abstand – bestes Spiel in dieser Saison.
Nach dem Spiel saßen die Akteure beider Mannschaften noch bei leckerem Bier beisammen. Man fachsimpelte noch bisschen über alles Mögliche; ehe es die caldener Spieler erst unter die angenehm warmen Duschen- und anschließend zum hervorragenden Stamm-Italiener verschlug.
|