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Zitat von schönhacken
Was ich nur in dem Zusammenhang mit Anrath gar nicht verstehe, aber ich bin auch nicht so der Regelkundige wie ein Kristian oder evtl auch noch andere, wie kann es sein dass ein Spieler aus der Oberliga runtergemeldet werden kann, der dort mindestens mal 5 Spiele in der Rückserie absolviert hat ??? Dies sagt zumindest die Bilanz von 3:6 aus. Aus meiner Sicht ist das nur Möglich wenn einer der Spieler aus der Oberliga beim WTTV als krank gemeldet wurde, nun wieder gesund ist. In diesem Fall kann der Spieler der sich eigentlich fest gespielt hat, wieder die Spielberechtigung für seine eigentliche Mannschaft wiedererlangen. Wo war der Spieler Neugebauer aber vorher gemeldet ??? Doch nicht in der zweiten Mannschaft, oder ???
Wie gesagt, mich stört das nicht, wenn wir die Möglichkeit hätten würden wir es bestimmt nicht anders machen, trotzdem würde es mich interessieren wie sich das vom Regelwerk verhält.
Also Kristian, hau in die Tasten und klär mich mal auf.
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Mach' ich gerne, musste mich aber zur Sicherheit auch erst noch schlau machen!
Die Regel geht von der Annahme aus, dass ein Verein, der eine seiner Mannschaften mit mehr Leuten als der Sollstärke, sprich mit sieben Spielern, aufstellt, sich ohne Not einen Nachteil verschafft. Das kann er jederzeit rückgängig machen.
Anrath I stand mit sieben Leuten, die alle zur Erreichung der Sollstärke mitzählten. Der Gelegenheits-Zupfer Thomas Schönau zählt erst dann nicht mehr zur Sollstärke, wenn er zwei Halbserien nacheinander Null Einsätze hatte (ist hier nicht der Fall). Also - das steht fest - hätte Anrath beispielsweise zur Rückrunde Herrn Neugebauer gleich in die Zweite melden können.
Nun war es eben Ende Februar, als sich Anrath entschloss, diesen Nachteil nicht mehr eingehen zu wollen. Es kann dann herunter gemeldet werden, allerdings (a) nur einmal pro Halbserie und (b) ohne Änderung der gemeldeten Reihenfolge, es durfte also nur der Georg Neugebauer sein, der an Position 7 gemeldet ist.
Die anderen Fragen werden von der Regel als unerheblich gesehen. Also die, wieso er schon 5-6 mal gespielt hat. Oder die, dass er ja jetzt als Ersatzmann munter weiter machen kann. Im Gegenteil (sagt die Regel) - dumm waren doch die Anrather, weil sie die ersten vier Spiele der Rückrunde darauf verzichtet haben, Neugebauer in der zweiten Mannschaft einzusetzen.
So weit die Regel.
Ich selbst verstehe die zugrunde liegenden Überlegungen nicht so ganz. Ich meine, wenn bewusst entschieden wird, eine Mannschaft zu siebt zu melden, dann sollte das für die gemeldete Zeit - also für die Halbserie - stabil gelten. Und dann ist da noch mein elegantes Beispiel:
Die obere Mannschaft ist mit einem Strohmann aufgestellt, der allerdings wegen Einsätzen im Vorjahr noch zur Erreichung der Sollstärke herangezogen werden kann. Sie beabsichtigt, mit sechs Mann fest durchzuspielen, überlegt sich aber, wie man der unteren Mannschaft trotzdem - und zwar optimal - helfen kann. Für die untere Mannschaft wäre es in meinem Beispiel wichtig, für die letzten drei Spiele verstärkt zu werden. Daher kann der siebte Mann nicht anfangs nach unten gemeldet werden, weil er sich dann ja schon am vierten Spieltag festspielt. Was mache ich? Er spielt achtmal oben, wird dann nach unten gemeldet und spielt noch dreimal doppelt - obere und untere Mannschaft. Auf diese Weise hat er die ganze Halbserie in der oberen Mannschaft mitgewirkt plus die letzten drei Spiele unten. Elegant!
Nun das Gegenargument - die Mannschaften und Vereine sind ja dem Zufall ausgeliefert, wann sie gegen wen spielen. Wenn man nur an den ersten Spieltagen unten aushelfen könnte, wäre das ja auch irgendwie ungerecht.
Also lassen wir das. Die Frage dürfte beantwortet sein. Wieder ein Beispiel, und da hat
wer war's, Kalla oder "Heißer Riese"? recht, für die leichten Vorteile größerer Vereine. Aber wollen wir deswegen da spielen????
ciao!