Zur Aussage von Timo Boll: Ich denke, er hat damit nicht gemeint, dass Tischtennis in der Statistik der Sendeminuten in Deutschland bald auf Rang drei stehen könnte.
Es geht tendenziell darum, die Fernsehpräsenz zu verbesesrn und Tischtennis hinter den beliebtesten Sportarten wie Fußball und Tennis weiter vorne zu etablieren. Es geht nicht nur um Sendeminuten, sondern um Akzeptanz der Zuschauer und mehr Zuschauer in den Hallen, Aufmerksamkeit für den Spitzensport TT, Beliebtheit, mehr Jugendliche, etc.
Außerdem finde ich es vorbildlich von Timo Boll, der Hoffnung Nahrung zu geben, denn wenn die Kurzsätze kaputtgeredet werden, hat am Ende keiner was davon.
Allerdings wird wieder einmal etwas in der Diskussion vermischt:
Die Regeländerungen gingen vom TT-Weltverband ITTF aus. Es heisst nun wieder, nur große Titel könnten TT beliebter machen, nicht Regeländerungen.
Die Regeländerungen sollen weltweit bessere Rahmenbedingúngen schaffen, weil das Medienproblem in sehr vielen Ländern besteht. Wenn ein Deutscher einen großen Titel holt, wird aber in Frankreich, Schweden oder Japan auch nicht mehr gezeigt.
Sicher sind Titel für einen nationalen Boom eines der besten Mittel, aber die kann man nicht herbeizaubern. Es gibt auch noch eine Menge andere Faktoren, die man anpacken kann und muss, dazu gehören m.E. auch die Regeln.