Zu dieser sehr bedauerlichen Entwicklung fallen mir nur zwei Thesen ein, die sich in meiner langjährigen Beobachtung aktiver Funktionäre leider immer wieder bestätigt haben.
1. Transparenz - sowohl im finanziellen als auch im sportlichen Bereich - ist in unseren Verbandsgremien ein Fremdwort.
2. Gegenseitige Vorwürfe bzgl. Veruntreuung von Verbandsgeldern sind ein probates und gern genutztes Mittel im Rahmen von Machtkämpfen.
Zu den Vorwürfen selbst: die Vorgänge um die es geht, liegen lange zurück und sind zum großen Teil auch bekannt. In ihrer moralischen Bewertung sind sie sicher zweifelhaft, aber eine Selbstbereicherung im strafrechtlich relevanten Ausmaß stellen sie nicht dar, dies hätten die betroffenen Personen auch wirklich nicht nötig.
Was mich an der Angelegenheit entsetzt, ist das im Rahmen der anstehenden Diadochenkämpfe um das Amt des DTTB-Präsidenten, genau dieses Amt und das Ansehen unseres Sports in aller Öffentlichkeit durch eine Schlammschlacht auf niedrigsten Niveau demontiert werden. Das Zeugnis, daß sich damit insbesondere die betroffenen Landesverbandspräsidenten ausstellen, spricht für sich und wird die Akzeptanz im Breitensport leider nicht erhöhen.
Fazit: leider haben die Verantwortlichen aus den Querelen der Vergangenheit nichts gelernt.