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Zitat von Balian
1. Transparenz - sowohl im finanziellen als auch im sportlichen Bereich - ist in unseren Verbandsgremien ein Fremdwort.
2. Gegenseitige Vorwürfe bzgl. Veruntreuung von Verbandsgeldern sind ein probates und gern genutztes Mittel im Rahmen von Machtkämpfen.
Zu den Vorwürfen selbst: die Vorgänge um die es geht, liegen lange zurück und sind zum großen Teil auch bekannt. In ihrer moralischen Bewertung sind sie sicher zweifelhaft, aber eine Selbstbereicherung im strafrechtlich relevanten Ausmaß stellen sie nicht dar, dies hätten die betroffenen Personen auch wirklich nicht nötig.
Was mich an der Angelegenheit entsetzt, ist das im Rahmen der anstehenden Diadochenkämpfe um das Amt des DTTB-Präsidenten, genau dieses Amt und das Ansehen unseres Sports in aller Öffentlichkeit durch eine Schlammschlacht auf niedrigsten Niveau demontiert werden. Das Zeugnis, daß sich damit insbesondere die betroffenen Landesverbandspräsidenten ausstellen, spricht für sich und wird die Akzeptanz im Breitensport leider nicht erhöhen.
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Zu 2. kann ich mich anschließen.
1. teile ich nicht. Es ist zwar immer wieder verwunderlich ist, wenn Funktionäre nicht mehr wissen, ob sie vor ein paar Jahren (noch keine 10) mal fünfstellige Summen bekommen haben. Aber diese verallgemeinernde Aussage muss ich - auch als persönlich von dieser Aussage Betroffener - entschieden zurückweisen. Die meisten Verbandsgremien haben nichts zu verbergen.
Der Fehler mit der TMG ist ein struktureller Fehler. Bei der Gründung hat man leider versäumt, den Mitgliedsverbänden des DTTB eine Kontrolle der TMG zu ermöglichen. Diese wird nämlich vom DTTB kontrolliert. Dass wiederum die "Besitzer" des DTTB, nicht in die Unterlagen der Tochter schauen können, ist eigentlich ein Unding und würde bei jedem ordentlichen Unternehmen zu einem Aufstand führen.
Wer die "Schlammschlacht" letztlich an die Öffentlichkeit getragen hat, weiß ich nicht. Es gibt gegenseitige Verdächtigungen, aus wessen Lager die stammen. Ich persönlich habe eine Meinung, werde diese aber nicht kundtun, da einer der Protagonisten immer sehr schnell mit der Androhung von juristischen Schritten ist.
Soviel kann ich jedoch verraten: Fehler haben beide gemacht. Mein persönliches Verständnis eines Ehrenpräsidenten deckt sich nicht mit dem von Herrn Gäb. Wenn jedoch ein Präsident das nicht im Griff hat, offenbart er damit eine Führungsschwäche. Und dann ist es sicherlich fraglich, ob er der geeignete Mann für den Posten ist.