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Alt 16.03.2005, 11:02
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AW: China-Experten: Wie kleben die Chinesen ihre Belaege frisch?

Möglicherweise ... mag es vereinzelt Sonderserien irgendwelcher Beläge für einen exclusiven Kreis von Spielern geben. Gleich für verschiedene Spieler individuelle Sonderserien zu fahren, halte ich für unrealistisch aufwendig.
Spitzenspieler haben eh Einfluss auf die Entwicklung neuer Beläge. Ich kann mir eigentlich nichts anderes vorstellen, als dass Beläge nach Bedarf selektiert werden.

Zum Kleben, ich frage mich ernsthaft, was das für ein Effekt ist, dass ein Belag erst nach mehrmaligem Kleben "da" ist. Vielleicht kann da mal jemand was dazu schreiben.
Schichtenkleben war für mich immer eine unbefriedigende Geschichte und wegen der daraus resultierenden unbeständigen Praxis habe ich nie erlebt (gemerkt), wie ein Belag anfangs nicht "da" ist. Das Nasskleben passt einfach besser und ich habe es gut im Griff. Ich weiß eigentlich ziemlich genau was ich mache, welche Effekte sich erzielen lassen, wann der Schläger "reif" und wann er wieder fällig ist. Trotzdem kann ich mit dem "Vorkleben" neuer Beläge nichts anfangen. In letzter Zeit habe ich je einen neuen HPA und einen Sriver L mit meiner üblichen Methode nassgeklebt und konnte mit der ersten Klebung einwandfrei(!) spielen. Da ist nichts worüber ich mir auch nur im Ansatz Gedanken machen müsste. Die kamen erst, weil überall um das Vorkleben neuer Beläge ein riesen Halles gemacht wird.
Soweit ich es bis jetzt erlebt habe, spielen die Schwankungen gleicher Beläge mind. eine genauso große Rolle wie der Unterschied zwischen einem neuen/alten Belag. Mit einem HPA kam ich über die gesamte Lebensdauer nicht richtig zurecht, weiß nicht warum. Der nächste war wieder sofort(! ) klasse. Zuende ist für mich ein Belag idR. dann, wenn der Schwamm platt ist.

Das Nasskleben funktioniert so effektiv, dass ich speziell mit dem Sriver wegen dessen mich erstaunenden guten Klebbarkeit schon wieder Probleme bekomme. Der Sriver ist wegen seines härteren Obergummis eigentlich überhaupt nichts für mich, aber ich bekomme das jetzt so weich, dass der Belag sich sehr angenehm spielt. Nur, nach dem Spielen ziehe ich den Belag mit so viel Bauch ab, dass der sich beim Abtrocknen nicht mehr vollständig zusammenziehen kann. Der erste Belag, der sich mit der Zeit ausdehnt. Ein Effekt den ich wegen der daraus resultierenden unerwünschten Eigenschaften so gut es geht zu vermeiden suche. Beim Sriver habe ich den Eindruck, dass sich vor allem das Obergummi ausdehnt. Der trockene abgezogene Sriver hat nämlich einen ausgeprägten "negativen" Bauch. Möglicherweise liegt das an dem härteren Obergummi im Vergleich zu den sonst von mir bevorzugten weicheren. Das kann ich aber vergleichen. Zurzeit suche ich meinen Mendo MP noch vergeblich, aber ich bin recht optimistisch, dass ich den mit Nasskleben jetzt so hinkriege wie ich es brauche.
Da hätte ich dann die Kurve zum Kleben von Chinaschwämmen. Grundsätzlich geht das sicher und ich glaube nicht, dass dazu geheimbündlerisches Wissen vonnöten ist. Gerade bei den (separat erhältlichen) Chinaschwämmen halte ich übrigens spezielle (vielleicht auch nur selektierte), zum Kleben geeignetere für wahrscheinlich. Es ist sicher, die Besten haben auch das beste (, das geeigneteste) Material.

Gruß, Nik
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Gruß von der Ostsee
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