Hi Timo
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Zitat von Timo
1. Die Stichprobe ist viel zu gering. (1 Satz)
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Da hast du sicherlich recht. Dazu kommt noch, dass nur ein Satz gegen Schlager analysiert wurde. Um zuverlässige Daten zu erhalten, müsste man Samsonov gegen verschiedene Systeme studieren.
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2. Wenn Samsonovs passive Schläge risikoreich sind, sind es dann nicht eher aktive Schläge? (Inhaltsvalidität)
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Im Moment wo ich einen Schlag bewerte, muss ich die Entscheidung treffen über die Natur des Schlags (aktiv oder passiv?)
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3. Du gibst keine Definition von aktiven und passiven Schlägen. Es werden keine Kriterien (inklusive und exklusive) für aktive und passive Schläge genannt.
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Am ehesten lässt sich das am Verhältnis ankommender und abgehender Geschwindigkeit messen. Beim aktiven Block auf einen Rotationstopspin müsste die Geschwindkigkeit des abgehenden Balls grösser als des Ankommenden sein. Ich beurteile jedoch nach Gefühl, wenn es um die Frage geht aktiv oder passiv.
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4. Würde jemand anderes beim Betrachten des Materials auf gleiche bzw. ähnliche Ergebnisse kommen? (Objektivität)
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Solche Betrachtungen sind sehr subjektiv gefärbt. Was für den einen passiv ist, ist für den andern aktiv. Ich bezweifle, dass es wissenschaftlich korrekte Erhebungen über solche Vorgänge geben kann. Insofern ist meine Analyse "Pseudowissenschaftlich", da nicht Sensoren messen sondern mein Auge und ich letztlich aus dem Gefühl heraus eine Wertung abgebe.
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Fazit: Deine "Ergebnisse" sagen mehr über den Untersucher als über das Untersuchte aus. Du hast zwei Bilder vom Allroundspiel im Kopf, die du nun anhand von Spitzenspielern zu Belegen versuchst.
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Ist ja auch nicht so verkehrt! Zuerst sind immer Bilder vorhanden und erst später wird versucht, das Ganze zu beweisen. Sollte eine einfache Untersuchung mein Modell nicht bestätigen, bin ich sofort bereit, umzudenken. Im TT läuft es vielleicht ähnlich: Du spielst gegen einen Gegner, den du vom Spiel her gut kennst und weisst, wie du ihn schlagen kannst. Es ist doch normal, dass du erst einmal auf dein bewährtes Rezept zurückgreifst. Sollte der Gegner im Match sein Spiel umstellen, ist dann halt Anpassungsfähigkeit gefragt. Ich glaube, ohne Bilder könnten wir gar nicht überleben, selbst wenn solche Bilder sich irgendwann mal als Illusionen erweisen.
Selbst wenn ich nur einen Satz genau studiert habe, deckt sich die "Analyse" mit dem Eindruck, den ich bisher von Vladi hatte. Ich habe schon einige Matches von ihm gesehen und immer wieder festellen müssen, dass er oft den Gegner angreifen lässt, weil er gut blocken kann und er lieber aus dem Hinterhalt zuschlägt. Natürlich macht er es nicht nur so, sondern er ergreift auch hin und wieder direkt die Initiative.
Gruss
Martin